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Die Geschichte

Das Land am Hindukusch war einst ein wichtiger Teil der Seidenstraße, die als Handelsweg Europa mit Asien verband. Über Jahrhunderte hinweg wurden die dort lebenden Völker von fremden Herrschern überrannt, wie Alexander der Große oder Dschingis Khan.

Erst 1919 erhielt Afghanistan seine Unabhängigkeit vom britischen Empire und wurde 1933 unter Mohammed Zahir Schah zum konstitutionellen Königreich.

Mit der großen Asienbegeisterung der Hippiekultur wurde Afghanistan in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts zu einem Sehnsuchtsort auf der Suche nach Ursprünglichkeit und Abkehr von westlichen Konsumwerten. Schon bald wurde aber aus dem Traum ein Albtraum. In der jüngsten afghanischen Geschichte stehen die Jahreszahlen 1979, 1996 und 2001 als politische Einschnitte, die das Land tiefgreifend erschüttert haben. 1979 marschierten die Sowjets in Afghanistan ein, was zu einer innerkontinentalen Flucht von sechs Millionen Menschen in die benachbarten Islamischen Republiken Pakistan und Iran führte. Jeder zweite Afghane befand sich Mitte der 80er Jahre auf der Flucht. 1996 übernahmen die Taliban in weiten Teilen des Landes die Macht. Der terroristische Anschlag am 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York hatte den internationalen Militäreinsatz der ISAF-Truppen unter Führung der NATO zur Folge, um die Taliban aus Afghanistan zu vertreiben.

Doch die Kämpfe dauern bis heute an. In den Regionen, in denen die Taliban wieder erfolgreich agieren, setzten neue Flüchtlingsbewegungen ein, die vor allem im Jahr 2015 auch Europa erreichten.

Love Player" ©Azim Fakhri
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