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Das Alte Reich

Die Statue des Hem-iunu im Kontext der Pyramiden ©Roemer- und Pelizaeus-Museum (Sh. Schalchi)

Dieser Teil der Dauerausstellung widmet sich den Anfängen der altägyptischen Geschichte (ca. 3150 - 2707 v. Chr.) bis zur ersten Blüte der Hochkultur in der Zeit des Alten Reiches (2707 - 2216 v. Chr). Unter dem Thema "Von der Mastaba zur Stufenpyramide" finden sich Zeugnisse der vorgeschichtlichen Epoche, der frühen Götterverehrung, aber auch herausragende Statuen und Reliefs aus den Gräbern der 4.- 6. Dynastie. Der Besucher kann die Entwicklung der Gräber bis zu den großen Pyramiden hin nachvollziehen.

Der Bauleiter der größten Pyramide der Welt in Giza war Hem-iunu, der Neffe des Pharaos Cheops. Ihm und seiner Zeit ist ein eigener Raum gewidmet. Die Sitzstatue dieses Wesirs ist das berühmteste Exponat der Hildesheimer Sammlung und steht im Zentrum der Ausstellung. Unter dem Titel "Giza und die großen Pyramiden" zeigt diese lebensgroße Statue zusammen mit weiteren Objekten aus den Gräbern hoher Würdenträger den Lebensstil der damaligen Führungsschicht. Eindrucksvoll ist auch der aus einzelnen Fragmenten wieder zusammengesetzte Kopf des Königs Chephren. Weitere Zeugnissen des Totenkults wie Statuen, Reliefs und Grabbeigaben vermitteln die kulturelle Blüte dieser Zeit. "Aus der Zeit der Sonnenheiligtümer", der 5. und 6. Dynastie (2405 - 2216 v. Chr.), werden weitere Denkmäler präsentiert. Dazu gehören die berühmte Statue des Schreibers Heti, die Grabausstattung des Beamten Idus II. und Dienerfiguren, die speziell im Alten Reich verbreitet waren. Sie sollen den Verstorbenen im Jenseits mit allem Nötigen versorgen und sind unter anderem beim Kornmahlen, Brotbacken und Bierbrauen dargestellt.

Das Leben am Nil

Landwirtschaftlicher Alltag im alten Ägypten ©Roemer- und Pelizaeus-Museum (Sh. Schalchi)

In diesem Bereich zeugen über 600 Exponate von der Vielfalt des alltäglichen Lebens. Der erste Raum ist unter dem Titel "Horus und Heiland" der Religion des Alten Ägypten gewidmet. Die Ausstellungsarchitektur bildet einen Tempeleingang nach, vor dem Statuen, wie die der löwenköpfigen Göttin Sachmet, des Gottes Amun in Widdergestalt oder der lebensgroße Bronzekopf eines Königs den ägyptischen Tempelkult repräsentieren. Die außergewöhnliche Gruppe der sogenannter Horbeit-Stelen (nach dem vermeidlichen Fundort benannt), zeigt verschiedene Personen in Anbetung vor den Kolossalstatuen Ramses II. Heute wissen wir, das diese Stelen wahrscheinlich aus Pi-Ramesse, der Hauptstadt Ramses II. stammen, wo das RPM seit vielen Jahren Ausgrabungen durchführt.

Die Reliefs aus der Amarnazeit werfen ein Schlaglicht auf eine ganz besondere Phase in der ägyptischen Geschichte und Religion. König Echnaton ließ den Gott Amun und dessen Priesterschaft verfolgen, gründete eine neue Hauptstadt in Amarna und betete ausschließlich den Sonnengott Aton an. Der Bereich hinter dem Pylon konzentriert sich auf die griechisch-römische Epoche und die Übergangszeit zum frühen Christentum mit dem Wandel zum Monotheismus.

Unter der Überschrift "Handel und Handwerk" wird im zweiten Raum eine Basarstraße zum Leben erweckt. Hier kann der Besucher von Ladengeschäft zu Ladengeschäft flanieren und erfahren, welche Vielfalt die Wirtschaft im Alten Ägypten zu bieten hat. Landwirtschaftliche Modelle aus der Zeit des Mittleren Reiches geben lebendige Einblicke in den Arbeitsalltag, während Münzen zeigen, dass der Geldverkehr erst durch die Griechen nach Ägypten gelangte.

Neben dem Handel werden in Werkstätten auch die verschiedenen Materialien vorgestellt, aus denen Handwerker ihre Kunstwerke schufen. Neben Glas, Ton und Stein steht die Metallverarbeitung im Zentrum. Durch einen glücklichen Umstand besitzt das Roemer-und Pelizaeus-Museum eine umfangreiche Sammlung an Bronzerohlingen und Formen sowie Abgüssen aus Gips, mit deren Hilfe sich die Arbeitsschritte des Bronzegusses sehr gut darstellen lassen.

Im dritten Raum erhält der Besucher einen Einblick in "Haus und Hof". Die Ausstellungsarchitektur bildet ein altägyptisches Haus nach, in dem der Besucher von Zimmer zu Zimmer wandern und den Ägyptern "in die Töpfe schauen" kann. Hier findet man unter anderem Möbel, Kacheln, Kochgeschirr, Kosmetik- und Waschgefäße sowie Textilien. Der dort ebenfalls ausgestellte kostbare Schmuck stammt sowohl von verschiedenen privaten, als auch königlichen Besitzern.

Der Tod in der Wüste

Sarkophag des Amenemope, Neues Reich, 18. Dynastie, 1504-1492 v. Chr. ©Roemer- und Pelizaeus-Museum (Sh. Schalchi)

Der dritte Teil der Dauerausstellung beschäftigt sich mit dem Jenseitsglauben des pharaonischen Ägypten. 
Gegliedert in die Bereiche "Mensch" und "Tier" werden die beiden wichtigsten Bestattungsformen aufgegriffen. Denn für die Ägypter war nicht nur die ewige Versorgung der Menschen, sondern auch die von besonderen Tieren bedeutsam, da diese in ihrer Erscheinungsform mit einzelnen Götter verbunden waren.

Die Ausstellung zeigt in eindrucksvollen Beispielen Grabarchitektur, darunter die Hildesheimer Kultkammer aus der Mastaba des Uhemka. Särge, Mumienmasken und -porträts aus verschiedenen Zeiten, Amulette, Uschebtis (kleine Figuren der Verstorbenen) sowie ein Totenbuch auf einer Papyrusrolle repräsentieren eine ideale Grabausstattung. Einzigartig ist auch das lebensgroße, farbige Tonmodell einer Schakalsmaske des Totengottes Anubis.

Besonderes Augenmerk wurde auf das Individuum gelegt. Wichtig war das ethische Verhalten des Menschen während seines Lebens sowie der Erhalt seines Körpers oder dessen Abbild im Diesseits nach dem Tod, um im Jenseits in die Gefilde der Seeligen zu gelangen und dort dauerhaft versorgt zu werden. 


Die bedeutenden Reliefs aus der Kultkapelle des Gottes Thot aus dem mittelägyptischen Tuna el-Gebel (3. Jh. v. Chr.) werden in einer architektonischen Nachbildung der unterirdischen Kammer präsentiert. So kann der Besucher einen Eindruck von dem Kult um den ibis- oder paviangestaltigen Gott gewinnen, wie sonst nur vor Ort in Ägypten. Tiermumien und Tiersärge illustrieren auch die Vielfalt der ägyptischen Götterwelt.

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Aktuelle Termine

Donnerstag, 9.12.
18.00 Experten-Tour "Seuchen" mit Dr. Amelie S. Wachs (MHH)

Sonntag, 12.12.
14:00 Öffentliche Führung "Ägypten"
14:30 Öffentliche Kuratorenführung "Seuchen"
15:30 Öffentlicher Kuratorenführung "Märklin"
15:30 Öffentliche Führung "Seuchen"

Dienstag, 14.12.
11:00 Öffentliche Führung "Moria"

Donnerstag, 16.12.
16.00 Reality-Führung "Seuchen"



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Stand: ab 1. Dezember 2021
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