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Mumien der Welt
13. Februar - 28. August 2016

Sie sind schaurig und anziehend zugleich, sie wecken Neugier und faszinieren: Mumien. Auf allen bewohnten Kontinenten gab es Versuche, die Körper Verstorbener zu erhalten: vom Totenkult der alten Ägypter über Moorleichen und südamerikanische Mumienbündel bis hin zum asiatischen Phänomen der Selbstmumifizierung. Die Mumien selbst gewähren uns nun einen Einblick in längst vergangene Zeiten und berichten im Spiegel von Anthropologie und Kulturwissenschaft über ihr einstiges Leben.

Vom 13.02. bis 28.08.2016 lädt die Sonderausstellung „Mumien der Welt“ im Roemer- und Pelizaeus-Museum zu einer Begegnung mit diesen besonderen Zeugen der Vergangenheit ein. Jede Mumie erzählt ihre Geschichte, manchmal sogar von dramatischen Ereignissen. Diese Ausstellung basiert auf einer von den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim konzipierten Wanderausstellung, die unter dem Titel „Mumien – Der Traum vom ewigen Leben“ erstmals 2007 mit großem Erfolg gezeigt wurde. Es handelte sich um die bis dahin größte Mumienausstellung der Welt. Anlass für die Konzeption der Ausstellung waren die bahnbrechenden Forschungsergebnisse des German Mummy Projects in Mannheim, das bis heute mit Hilfe modernster Methoden mehr als 30 Mumien untersucht hat.

Peruanische Hockermumie, © Universität Göttingen
Mumie einer jungen Frau mit Neugeborenem aus der Dominikanerkirche im ungarischen Vác, © Naturhistorisches Museum Budapest, Ungarn
Moorleichen "Paar von Weerdinge", © Drents Museum Assen, Niederlande

Für die Hildesheimer Ausstellung wurde das Mannheimer Konzept seit 2014 überarbeitet und die Zahl der Exponate auf rund 200 beinahe verdoppelt. Mit 26 vollständig erhaltenen menschlichen Mumien und zahlreichen Tiermumien (darunter das älteste Objekt der Ausstellung, ein Skelett eines Fischsaurer-Jungtieres, das vor rund 180 Mio. Jahren starb) aus sechs Kulturkreisen ist „Mumien der Welt“ die bislang größte Mumienausstellung Deutschlands. Sie umfasst neben Mumien und Objekten aus den Sammlungen des RPM u. a. Leihgaben aus Ungarn, den Niederlanden, der Schweiz und Deutschland (REM Mannheim, Universität Göttingen, Universität Heidelberg, Universität Münster, Landesmuseum Hannover, Naturhistorisches Museum Kassel, private Leihgeber).

Zu den Highlights der Ausstellung gehört u.a. die Mumie einer Frau aus der einzigartigen, steinzeitlichen Guanchen-Kultur von den Kanarischen Inseln. Weltweit sind nur rund 40 Guanchen-Mumien bekannt, die Leihgabe aus den Sammlungen der Universität Göttingen ist die einzige in Deutschland.

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Guanchen-Mumie, © Universität Göttingen
Mammutbaby "Dima" (Replik), © Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim
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