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Begegnungen: 5 Kulturen – 5000 Jahre
02. November 2019 - 31. Mai 2020

Schale, China, Qing-Dynastie, Qianlong-Marke und -Periode (1735-1796, Porzellan, Unterglasurblau, Überglasurrot, Inv.-Nr. V 11.148), ©RPM, Foto: Sh. Shalchi
Schale, Südamerika, Peru, südl. Küstenregion, Nazca, 200-300 n. Chr., Keramik, bemalt, Inv.-Nr. V 5.340, ©RPM, Foto: Sh. Shalchi

Kooperation der Roemer- und Pelizaeus-Museums gGmbH mit den Künstlern Gerd Hiort Petersen und Hans Munck Andersen sowie dem Quartett PLUS 1.

Gefäße gehören seit frühester Zeit zu den Dingen des täglichen Lebens. Sie können aber auch im Kult und bei Ritualen als wichtige Bedeutungsträger gelten und als Medium künstlerischer Gestaltung die Menschen beeindrucken.
Schon seit dem Paläolithikum (ca. 27.000-25.000 v. Chr.) waren Menschen in Europa in der Lage Objekte aus Keramik herzustellen. Das älteste, bekannte Tongefäß stammt aber aus China und entstand um ca. 18.000 v. Chr.; seit dem 12.000 v. Chr. gab es dort auch eine kontinuierliche Keramikproduktion und ab ca. 700 n. Chr. wurden Porzellane hergestellt. In Afrika sind Tongefäße seit dem 10. Jt. v. Chr. belegt, zunächst im Sudan und Mali und wenig später in Ägypten, wo sie ab dem 4. Jt. v. Chr. auch mit religiösen und/oder politischen Szenen dekoriert werden konnten.
Auch im antiken Griechenland spielten bemalte Gefäße eine besonders große Rolle, sowohl in religiösen Kontexten, als Statussymbole oder als Preis für sportliche Leistungen. In den Amerikas ist in der Amazonas-Region Keramik seit ca. 6.000 v. Chr. nachgewiesen und bemalte und figürliche Gefäße spielen in fast allen vorkolonialen Kulturen dieses Kontinents eine unverzichtbare Rolle.
Mit dem innovativen Ausstellungsprojekt Begegnungen: Fünf Kulturen - 5000 Jahre vom 02. November 2019 bis 31. Mai 2020 im Roemer- und Pelizaeus-Museum, Hildesheim (RPM) werden auf 600 qm einzigartige Gefäße und Vergleichsobjekte präsentiert und inszeniert. Dabei geht es nicht nur um Formen und Materialien, sondern auch um Funktionen, Bedeutungen und Inhalte sowie um Wirkung und Empfindungen. Das kulturübergreifende Konzept bringt dafür eindrucksvolle, vorwiegend polychrome Gefäße aus unterschiedlichen Kontinenten und Zeitstufen - von der ägyptischen und mediterranen Antike, über das kaiserzeitliche China und vorspanische Südamerika, bis ins zeitgenössische Dänemark von 1968 bis heute - zusammen, die geeignet sind, die Kulturen, denen sie entstammen, den Museumsbesuchern näherzubringen. Eine weitere, unverzichtbare Dimension der Ausstellung wird durch die eigens für diesen Anlass komponierte und choreografierte Performance Sprung in der Schüssel: Eine Methode ästhetisch-musikalischer Vermittlung des Künstler*innenteams von Quartett PLUS 1 eröffnet. Quartett PLUS 1 ist ein Streichquartett, dass ihre musikalische Performance als Dialog mit Objekt- und Lichtwelten versteht.
Für die Ausstellung Begegnungen wird die Performance Sprung in der Schüssel als ästhetische Reflexion konzipiert und komponiert. Gemeinsam mit dem Publikum bewegen sich die Musikerinnen durch die Ausstellungsräume, akzentuieren die Klänge ihrer Instrumente mit Licht und ermöglichen sensuelle Zugänge zu den Exponaten. Dadurch verändern sie diese und ermöglichen einzigartige individuelle Wahrnehmungen.
Außerdem soll das Berühren von ausgewählten Objekten gezielt das haptische Empfinden ansprechen. Dabei entstehen für die Beteiligten ein einzigartiges Erlebnis, eine Momentaufnahme der Ausstellung, die für die nächsten Besucher unsichtbar bleibt. Während der Ausstellungslaufzeit wird Sprung in der Schüssel uraufgeführt und insgesamt sechsmal in der Ausstellung zu erleben sein.

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Erol Josué: Die Voodoo- Religion in Haiti

Montag, 21.10.2019, 18.30 Uhr

jeden Sonntag, 14.30 Uhr

 
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