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Ta-cheru
Eine Reise ins Innere der Mumie

30. Juni bis 30. September 2018

Mumien faszinieren die Menschen seit jeher durch ihre reine physische Präsenz. Sie ermöglichen es, Menschen aus längst vergangenen Epochen von Angesicht zu Angesicht gegenüber zu treten und einen Einblick in ihre Herkunftskulturen zu gewinnen. Sie sind aber auch unschätzbar wertvolle und vielschichtige Quellen für Wissenschaft und Medizin. Die Informationen sind tief im Inneren ihrer anatomischen Strukturen und ihrer Gene verborgen und lassen sich aus den konservierten Körpern nur mit modernsten diagnostischen Verfahren gewinnen. Die Ausstellung zeigt am Beispiel der Mumie der Ta-cheru, einer vornehmen Ägypterin aus dem vierten Jahrhundert vor Christus sowie am Beispiel weiterer Mumien die Entwicklung der bildgebenden Verfahren von der Röntgendiagnostik bis zur Computertomographie. Doch die hochauflösende Computertomographie ermöglicht weiter reichende Perspektiven: Aus ihren Datensätzen lassen sich Hologramme erzeugen. Diese frei im Raum schwebenden, dreidimensionalen Bilder der Mumie können von allen Seiten betrachtet werden. In animierten Sequenzen werden die verschiedenen Schichten des Körpers von der Oberfläche und den Binden über Haut und Muskeln bis zum Skelett sichtbar. Der Besucher erlebt so einen tiefen und lebensechten Einblick in das Innere des Körpers, der greifbar real zu sein scheint. Zugleich lässt sich aus den tomographischen Daten das Gesicht der Verstorbenen rekonstruieren, die dem Betrachter dadurch plötzlich nicht mehr fremd erscheint.

Neben diesem Einblick in Möglichkeiten und Funktionsweisen modernster Verfahren der Mumienforschung zeigt die Ausstellung aber auch, wie Mumien unser Verständnis ihrer Herkunftsepochen verändern und welch enormes Informationspotential in ihnen steckt.

In einem weiteren Ausstellungsbereich werden die Bedeutung der Mumifizierung für den ägyptischen Totenkult und die ägyptischen Tiermumien behandelt. Tiere wurden in Ägypten zu Hunderttausenden mumifiziert. Dies war Ausdruck tief empfundener Religiosität und Frömmigkeit.

Hier ein spannender Artikel der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung vom 25.04.2018

©Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 25.04.2018
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