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Impressionen zur Presse-Vorstellung der Sonderausstellung am 11.09.2017

 
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Werner Koch 100 + 1 = 80
Retrospektive und dada ist dada ist dada

"Selbstbildnis" ©Werner Koch

16.09.2017 - 20.05.2018

Bereits 1995 war der in Hameln ansässige Künstler Werner Koch mit der Ausstellung "Die Zeichen der Wirklichkeit und die Wirklichkeit der Zeichen" zu Gast im Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim (RPM).

"In diesem Jahr feiert er nun seinen 80. Geburtstag und aus diesem Anlass haben wir es uns nicht nehmen lassen, ihn erneut einzuladen", so die leitende Direktorin Prof. Dr. Regine Schulz. Die ab dem 16.09.2017 im RPM zu sehende Sonderausstellung "Werner Koch 100 + 1 = 80 - Retrospektive und dada ist dada ist dada" fokussiert anhand einer Auswahl von Beispielen auf seine wichtigsten Werkphasen.

"Er hat die beeindruckende Fähigkeit Räume mit Hilfe von Bildserien zu installieren", so der Kunsthistoriker und Kurator Dr. Stefan Bölke. Und so lag es nicht allzu fern, dass diese Präsentation explizit auf die Ausstellungsräume des RPM zugeschnitten wurde. "Ältere Werke des 1937 in Bochum geborenen Künstlers kombiniert mit Neuschöpfungen ergeben hierbei eine beeindruckende Reminiszenz an das Züricher Cabaret Voltaire, dem Geburtsort des Dadaismus 1916", erklärt Dr. Bölke weiter. Werner Kochs enger Bezug zu dieser Bewegung der Kunstgeschichte wird u. a. im interaktiven "Bühnenbild" deutlich, das sechs große Dadaisten ehrt und sie gleichsam als Transparente in die Raumwirklichkeit zwingt. Aber auch die figurale Installation "Die Welt steht Kopf" spiegelt dies wieder und lässt sich gleichermaßen auch auf aktuelle weltpolitische Gegebenheiten transferieren. Regine Schulz verstärkt diese Aussage noch: "100 + 1 = 2017 ehrt die Querdenker des Dadaismus und reflektiert ihre künstlerische Antwort auf die schwierige politische Situation, die zum Weltkrieg führte. Auch heute sehen sich die Menschen zahlreichen politischen Konflikten ausgesetzt und so ist eine Erinnerung und künstlerische Erneuerung des Dadaismus, wie sie bei Werner Koch deutlich wird von nicht zu unterschätzender Aktualität."

Werner Koch studierte an der Werkkunstschule in Dortmund und später an der Kunstakademie in München. In Kassel war er dann an der Staatlichen Werkakademie Meisterschüler von Fritz Winter, der zu den wichtigsten abstrakten Malern in der Mitte des 20. Jahrhunderts gehörte. Zwischenzeitlich war er als Lehrer an einer Fachschule in Hameln tätig und lebte in den siebziger Jahren auch zeitweise in Hildesheim. Es folgten Studienaufenthalte in Südfrankreich, Paris und London und seine Werke waren bereits auf Messen in Frankfurt, Chicago, Miami, Strasbourg, Paris und Karlsruhe zu sehen.Die Skizzenreihe "Spuren eines Tages" spiegelt spannungsreich seine zahlreichen Arbeitsaufenthalte in New York wider. Sichtbare Realitäten, festgehalten durch Fotos von scheinbar unbedeutsamen Alltagsdingen der Straße, werden mit einer persönlichen malerischen Notation versehen.

Hauptkennzeichen der bis zum 20. Mai 2018 im Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim zu sehenden Schau ist das "Prinzip Collage". Kochs eigensinnige und eigenständige Auseinandersetzung mit der Realität, die ihn umgibt, prägt und bewegt. So sind auch Tageszeitungen seit Jahrzehnten Bestandteil seines Schaffens. Die Schrift, als Hand- oder Druckschrift, mit ihrem Doppel-Charakter von Ästhetik und Information fasziniert den Künstler auf unterschiedliche Weise. Dabei nimmt die Frage nach Zeit und Wirklichkeit eine zentrale Rolle ein und der Zeitfluss, Flüchtigkeit und Vergänglichkeit lassen sich in der seriellen Struktur seiner Werke finden.

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