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Wichtige Informationen für unsere Besucher:
WIEDERERÖFFNUNG DER DAUERAUSSTELLUNG "ÄGYPTEN"

Hem-iuno, © RPM, Foto: Sh. Shalchi
Harthor Kapitell, © RPM, Foto: Sh. Shalchi
Ramses II., © RPM, Foto: Sh. Shalchi
Prof. Dr. Regine Schulz (RPM) mit Klaus John (straightBONE)

Ab Sonntag, den 28. Juni 2020, sind die drei Abteilungen "Das Alte Reich", "Leben am Nil" und "Tod in der Wüste" wieder für Besucher geöffnet. Die Zeit der Schließung im Zuge der Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus hat das Museum dazu genutzt, die Ägyptenausstellungen wieder in Ordnung zu bringen und mit neuen Themen und Objekten zu aktualisieren.

Im Mittelpunkt der Aktualisierungen stehen zwei Ausgrabungen des Museums:
Von 1929 bis 1939 hat der damalige Direktor des Roemer-Museums, Günther Roeder, in den Ruinen des antiken Hermopolis Magna/Chemenu in Mittelägypten gegraben. Der Ort war die Hauptstadt des 15. oberägyptischen Gaus und Kultzentrum des Weisheits- und Schreibergottes Thot, der in hellenistischer Zeit mit dem Gott Hermes gleichgesetzt wurde. Einige der von ihm ausgegrabenen Objekte gelangten durch Fundteilung nach Hildesheim; sie werden nun in sechs neuen Vitrinen erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Seit 1980 gräbt ein Team von Archäologen des Museums und der ägyptischen Antikenbehörde in Qantir, dem antiken Piramesse, Residenzstadt Ramses' II. Im neu gestalteten Ausstellungsteil ist eine Begegnung mit den Bewohnern der Stadt möglich, die auf kleinen Stelen dargestellt sind, die sie ursprünglich im Tempelbereich der Stadt aufstellen durften. Ein großes Lego-Modell gibt Einblick in die ausgedehnten Stallungen der Stadt, in der hunderte Pferde für die Streitwagen-Armee des Pharaos gehalten wurden. Abformungen von in Ägypten verbliebenen Funden aus dem Areal geben Einblick in die Streitwagentechnik, sozusagen den Hightech-Waffen der Mitte des zweiten Jahrtausends v. Chr.

Darüber hinaus werden einige Neuerwerbungen zum ersten Mal gezeigt. Besonders beeindruckend ist der lebensgroße Kopf eines königlichen Sphinx aus der frühen Ptolemäerzeit (4./3. Jh. v. Chr.) und eine kostbare Goldmünze Ptolemaios' II. Beide konnten durch die Unterstützung der Schafhausen-Stiftung für das Museum erworben werden. Ebenfalls neu sind die ungewöhnliche Bronzefigur des Gottes Anubis mit hellenistischer Tunika aus der Zeit um Christi Geburt, die der Freundeskreis des ägyptischen Museums vor kurzem als Schenkung erhalten hat und die für die Ausstellung aufwändig restauriert wurde, sowie die vor zwei Jahren vom Freundeskreis für das Museum erworbene Statuette des ägyptischen Sonnen- und Schöpfergottes Tutu.

Einen zusätzlichen Fokus erhält die Ägyptenausstellung durch die Präsentation hellenistischer Tonfiguren, die zum Teil modisch elegant gekleidete Damen darstellen, und die Teil eines aktuellen Forschungsprojekts des Museums sind.Mit der Wiedereröffnung der ägyptischen Dauerausstellung besteht erstmals auch die Möglichkeit der Nutzung eines offenen, kostenfreien WiFi-Internet-Zugangs im gesamten Neubau.

Auch das Führungsteam "Ägypten" steht bereit, um spannendes Wissen über die altägyptische Sammlung des RPM zu vermitteln - selbstverständlich Corona tauglich.
Ausgestattet mit transparenten Gesichtsvisieren, die von der Bad Salzdetfurther Firma straightBONE gespendet wurden, werden sich am 28.06.2020 in der Zeit von 14:30 bis 16:30 Uhr vier Führungskräfte in den verschiedenen Bereichen der Dauerausstellung Ägypten platzieren. So können sie mit einer begrenzten Personenzahl im vorgeschriebenen Abstand in den Dialog treten und nicht nur mit Stimme und Gestik zwischen dem Objekt und den Besuchern vermitteln, sondern auch mit ihrer Mimik. So bleibt auch der kommunikative Aspekt nicht auf der Strecke.

Ermöglicht wurde dieses personell aufwändige Angebot durch eine einmalige Spende des Freundeskreises des Pelizaeus-Museums.

Wir halten uns an die Hygieneregeln und freuen uns auf Ihren Besuch!

Ägypten

Ein Blick in die Ausstellung des frühen Alten Reiches ©Roemer- und Pelizaeus-Museum (Sh. Schalchi)

Das Pelizaeus-Museum beherbergt eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen altägyptischer Kulturdenkmäler. Herausragend sind dabei die Schätze des Alten Reiches aus dem Zeitalter der großen Pyramiden.

Wilhelm Pelizaeus, der Stifter der Sammlung, übergab seine Antiken im Jahr 1907 an die Stadt Hildesheim, wo 1911 das Pelizaeus-Museum eröffnet wurde. 2011 feierte das RPM den 100. Geburtstag seiner Sammlung mit einem großen Jahresprogramm. Dieses startete am 26. Februar mit der Eröffnung des dritten und letzten Teils der ägyptischen Dauerausstellung: Der Tod in der Wüste.

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Das Alte Reich

Die Statue des Hem-iunu im Kontext der Pyramiden ©Roemer- und Pelizaeus-Museum (Sh. Shalchi)

Der erste Teil der Dauerausstellung widmet sich den Anfängen der altägyptischen Geschichte (ca. 3150 - 2707 v. Chr.) bis zur ersten Blüte der Hochkultur in der Zeit des Alten Reiches (2707 - 2216 v. Chr). Unter dem Thema „Von der Mastaba zur Stufenpyramide“ finden sich Zeugnisse der vorgeschichtlichen Epoche, die frühe Götterverehrung, aber auch erste Beispiele des Kunsthandwerks. Der Besucher kann nachvollziehen, wie aus einfachen Grubengräbern Pyramiden wurden. Bereits in der Antike wurde die Pyramide des Cheops zu einem der Weltwunder erklärt.

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Das Leben am Nil

Landwirtschaftlicher Alltag im alten Ägypten ©Roemer- und Pelizaeus-Museum (Sh. Shalchi)

Im Bereich „Das Leben am Nil“  zeugen über 600 Exponate von der Vielfalt des altägyptischen Lebens im Alltag. Der erste Raum ist unter dem Titel „Horus und Heiland“ der Religion des Alten Ägypten gewidmet. Die Ausstellungsarchitektur bildet einen Tempeleingang nach, vor dem Statuen, Weihungen und Tempelgerät die vielfältige ägyptische Götterwelt repräsentieren. Der Besucher erhält auf diese Weise einen Eindruck vom Zusammenhang der Objekte am ursprünglichen Fundort. So lässt sich auch der Unterschied zwischen Tempelkult und persönlicher Frömmigkeit der einfachen Menschen nachvollziehen. Die außergewöhnliche Gruppe sogenannter Horbeit-Stelen, die Privatleute in Anbetung vor dem Pharao Ramses II. zeigen, ist in diesem Zusammenhang besonders zu erwähnen.

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Der Tod in der Wüste

Sarkophag des Amenemope, Neues Reich, 18. Dynastie, 1504-1492 v. Chr. ©Roemer- und Pelizaeus-Museum (Sh. Shalchi)

Die Neuaufstellung im Roemer- und Pelizaeus-Museum

Der dritte Teil der Dauerausstellung thematisiert den Teil altägyptischer Altertümer, der als wichtigste Quelle dieser Kultur angesehen werden kann: den Jenseitsglauben.
Gegliedert in die Bereiche „Mensch“ und „Tier“ werden die beiden wichtigsten Bestattungsformen aufgegriffen. Denn für den ägyptischen Glauben ist nicht nur die ewige Versorgung des Menschen, sondern auch die der Tiere bedeutsam, die in ihrer Erscheinung einzelne Götter repräsentieren. Die Ausstellung zeigt in eindrucksvollen Beispielen Grabarchitektur der Privatleute, darunter die Hildesheimer Kultkammer aus der Mastaba des Uhemka sowie den Nachbau des berühmten Grabes des thebanischen Bürgermeisters Sen-nefer. Särge, Mumien, Mumienmasken aus verschiedenen Zeiten, Amulette und Uschebtis repräsentieren eine ideale Grabausstattung und verdeutlichen den Vorgang der Mumifizierung.

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in der Zeit von 10:00 bis 16:00 Uhr sowie Mittwochs und Donnerstags jeweils von 13:00 bis 16:00 Uhr.

Sie können uns auch gerne Ihre Buchungsanfrage an buchungen(at)rpmuseum.de senden.

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Sonntag, 12.07.2020 um 19:19 Uhr im RPM

Sonntag, 19.07.2020, 15.30 Uhr - ausgebucht

Sonntag, 02.08.2020, 15.30 Uhr

jeden Sonntag, 14.30 Uhr
nur nach schriftlicher Voranmeldung unter buchungen@rpmuseum.de

 
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