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Gräber - Häuser für die Ewigkeit

1. Blick auf das Giza-Plateau

Foto, um 1927 Leipzig, N 8315
Blick auf die Pyramiden (von links nach rechts: Cheopspyramide, Chephrenpyramide, Mykerinospyramide) und den davor liegenden Westfriedhof. Im Vordergrund das Mena-House-Hotel
© Ägyptisches Museum der Universität Leipzig

2. Luftbildaufnahme Giza-Plateau (Teilansicht)

Foto, um 1930, vermutlich aus einem britischen Aufklärungsflugzeug
Leipzig, N 1011
Blick auf die Chephren- und die Cheopspyramide (von rechts nach links) und dem Gräberfeld des Westfriedhof.
© Ägyptisches Museum der Universität Leipzig

3. Zweireihiger Halsschmuck mit Blütenelementen

Fayence, glasiert
Giza, Westfriedhof (Grabung Junker 1914)
Altes Reich, 6. Dynastie, um 2300 v.Chr. Hildesheim, PM 2458
Schmuck besaß immer auch einen magischen Charakter, der sich aus Material, Form und Farbe ergab. Blau und Grün, Pflanzen und Tiere, Gold und Silber bedeuteten Wiedergeburt und ewiges Leben.
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Sh. Shalchi

4. Scheinbeigabe: Modell-Sandalen

Kupfer, vergoldet
Giza, Südfriedhof, Grab des Sechem-ka (G VIII S)
Altes Reich, 5./6. Dynastie, um 2350 v.Chr.
Hildesheim, PM 3875
Kultische Reinheit erforderte das Anlegen sauberer Kleidung und Sandalen. Die Beigabe nur scheinbar benutzbarer, aber kostbarer Sandalen diente diesem Zweck für die Ewigkeit.
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Sh. Shalchi

5. Scheinbeigaben: Brote

Gips und Kalkstein
Giza, Westfriedhof, Grab des Hebi, und Südfriedhof
Altes Reich, 5.–6. Dynastie, um 2400–2250 v.Chr.
Hildesheim, PM 2977, 3378
Aus haltbarem Material nachgebildete Brote sollten die ewige Versorgung des Verstorbenen garantieren, denn Brot war Grundnahrungsmittel und stand in allen Gebeten um ein Opfer an erster Stelle.
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Sh. Shalchi

6. Sitzbild des Sebeh-nef

Kalkstein, bemalt
Giza, Westfriedhof, Grab D 80 A, Serdab
Altes Reich, 6. Dynastie, um 2300 v.Chr.
Hildesheim, PM 419
Im Serdab von Mastaba D 80 A standen diese Statue sowie leicht versetzt dahinter die Standfiguren des Ra-Maat und derTjentet. Sebeh-nef war vermutlich der Grabherr, Tjentet seine Frau, Ra-Maat ihr gemeinsamer Sohn.
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Sh. Shalchi

7. Dienerfigur: Zwerg mit Beutel über der Schulter

Kalkstein
Giza, wohl Westfriedhof, Fundort unbekannt
Altes Reich, 5.–6. Dynastie, um 2400–2250 v.Chr.
Chicago, OIM 10627
Kleinwüchsige Menschen standen in hohem Ansehen: Als Diener im Beamtenhaushalt erhöhten sie dessen Prestige, im Tempel wurden sie als Tänzer eingesetzt; im Handwerk waren sie auf die Herstellung von Perlenschmuck spezialisiert.
© University of Chicago, The Oriental Institute Museum

8. Fassaden-Relief von einer »Zwergmastaba«

Kalkstein
Giza, Westfriedhof, westlich von Grab D 25
Altes Reich, späte 6. Dynastie, um 2230 v.Chr.
Hildesheim, PM 3045
Bescheidene Schachtgräber des späten Alten Reiches hatten oft keinen Oberbau, sondern nur einen kleinen Grabhügel, in den solche Miniatur-Grabfassaden einge-setzt wurden. Ihre Scheintüren markierten die Opferstelle des Grabes.
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Sh. Shalchi

9. Kopfhülle (»Maske«) von einer »Gipsmumie«

Gips
Giza, Westfriedhof, Grab S 492
Altes Reich, späte 6./8. Dynastie, um 2200 v. Chr.
Hildesheim, PM 2386
Um den Körper zu bewahren, wickelte man ihn in Leinen und tränkte die oberste Schicht mit Baumharz. Im späteren Alten Reich versuchte man es mit schützenden Auflagen aus Gips, die Gesicht und Kopf umhüllten, aber auch den ganzen Körper bedecken konnten.
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Sh. Shalchi

10. Reliefplatte (»slab-stela«) des Prinzen Iunu

Kalkstein, bemalt
Giza, Westfriedhof, Grab des Iunu (G 4150), Ostfassade
Altes Reich, 4. Dynastie, um 2590 v.Chr.
Hildesheim, PM 2145
Reliefplatten wie diese befanden sich als einzige Grabdekoration an der Ostfassade von Gräbern der Cheops-Zeit. Sie zeigen den Grabbesitzer am Speisetisch. Bildnis, Name, Titel (Status), Opfergaben sorgten für ein vollkommenes, körperliches Leben im Jenseits. Iunu erhielt für seine wichtige Arbeit als „Vorsteher der Arbeitermannschaften von Oberägypten“ den Rang eines „Königssohnes“ und ein Grab auf dem Teil des Westfriedhofs mit den Grabstätten der Elite-Beamten. Die für die Ewigkeit bildmagisch gesicherte Versorgung besteht
aus Broten auf dem Tisch, darüber Rindfleisch, Geflügel, Wein und Augenschminke. Vor ihm steht das zweiteilige Handwaschgeschirr. Die fünf Speicher ganz rechts unten enthalten Vorräte an Getreide und Früchten.
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Sh. Shalchi

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