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TOD IN DER WÜSTE

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Wir danken für die Beachtung folgender Nutzungsbedingungen:

  • Die kostenlose Nutzung der Pressebilder ist nur für die unmittelbare Berichterstattung über die Ausstellung „Ägypten - Tod in der Wüste“ im Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim gestattet.
  • Eine Weitergabe des Bildmaterials an Dritte ist nicht zulässig.
  • In der jeweiligen Bildunterschrift müssen als Copyright „© Roemer- und Pelizaeus-Museum“ und der Fotograf „Sh. Shalchi“ genannt werden.
  • Unerlaubte kommerzielle Nutzung wird mit 300%iger Gebühr gemäß MfM-Liste geahndet

Sargdeckel des Nacht-neb-ef

Kalkstein
Fundort unbekannt
Spätzeit, 30. Dynastie, 380-342 v. Chr.
PM 1049

Der Deckel des Sarges von Nacht-neb-ef stammt aus einer Zeit, die sich auf die Darstellungsweisen älterer Zeiten beruft. Die Forschung spricht hier von „Archaismus“. Gleichzeitig wird darin die Gestalt einer Mumie nachgeahmt. In der Körpermitte ist ein Pektoral eingeritzt, das einen Schrein mit drei Götterfiguren darstellt, darunter bis zu den Füßen eine Inschrift mit dem Namen des Besitzers sowie dem Totenbuch-Spruch Nr. 72. Er wird bezeichnet als „Spruch, heraus zu gehen am Tage und die Totenwelt aufzuschließen“. Damit soll er garantieren, dass dem Verstorbenen alle Wünsche erfüllt werden.

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PM 1049

Uschebtis mit Uschebti-Behälter

Uschebtis gehören seit dem Mittleren Reich (2020–1794 v. Chr.) zur Grabausstattung. Die ersten bekannten Beispiel sind aus Wachs gearbeitet und zeigen eine nackte menschliche Figur. Bald wurde das Repertoire um Holz, Stein und Fayence erweitert, gleichzeitig wurde die Gestalt mumienförmig. Die Uschebtis sollten für den Verstorbenen im Jenseits die Arbeit überneh-men, insbesondere die mühsame Feldarbeit. Dazu waren die Figuren mit Hacken, Pflügen und Körben ausgestattet. Die hier gezeigten Beispiele aus rund 1.200 Jahren geben einen Überblick über die verschiedenen Materialien, Farbigkeiten und Größen. 

Das Tongefäß zeigt den Verstorbenen betend vor einem Opfertischgegenüber von Osiris. Außerdem sind drei der vier Horussöhne zu sehen: der pavianköpfige Hapi, der schakalköpfige Dua-mut-ef und der falkenköpfige Kebech-senu-ef.

© Roemer- und Pelizaeus-Museum (Sh. Shalchi)

Von links nach rechts:
Uschebti/Kalkstein/Neues Reich, 1550-1070 v. Chr./PM 1635
Uschebti des Cha-em-waset, Sohn Ram-ses’ II./Fayence/Neues Reich, 19. Dyn., Zeit Ramses’ II., 1279-1213 v. Chr./F 37
Uschebti aus Bienenwachs/frühes Mitt-leres Reich, um 2020 v. Chr./PM 5531
Uschebti-Behälter/Ton, Stuck/Spätzeit
664–332 v. Chr./ PM 1644
Uschebti einer Frau namens Tasu/Ton/ Neues Reich, 19.–20. Dynastie, 1292-1070 v. Chr./PM 1636
Uschebti eines Priesters mit Totenbuch-spruch 6/Fayence/ Ptolemäische Zeit, 3. Jh. v. Chr./PM 1628

Sargkammer des Kai-senu

Kalkstein
Heliopolis
Mittleres Reich, 12. Dynastie, Zeit Sesostris’ I. bis Amenemhets II., 1975-1930 v. Chr.
PM 3055

Steinerne Grabkammern sind nur selten belegt. Sie dienten der Aufnahme eines hölzernen Kasten-sarges. Die für den Kult und die Versorgung wich-tigen Elemente ähneln denen eines ganzen Grabes. Besonders ist auch, dass eine Schmalseite als Falltür ausgearbeitet war: Der Schlussstein aus Falltür und Architrav konnte auf zwei Nuten auf- und abwärts bewegt werden. Diese Konstruktion stellt den Ein-gang zur Kammer dar. An der anderen Schmalseite ist die Nische für die Kanopen eingelassen. Eine Längsseite zeigt einen Opfertisch mit Broten und Gefäßen.

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PM_3055

Pyramidion des Mes

Kalkstein
Fundort unbekannt, wahrscheinlich Theben-West
Neues Reich, 19. Dynastie, Zeit Ramses’ II.,
1279-1213 v. Chr.
PM 2129

Pyramidia dieser Art konnten im Neuen Reich die Graboberbauten krönen. Die Pyramidenform erlebte im Laufe der Zeit also eine Demokratisierung: War sie im Alten Reich noch den Herrschern vorbehalten, konnten sich im Neuen Reich auch Privatleute ihrer bedienen. Die Darstellungen zeigen auf einer Seite den Verstorbenen, der preisend die Arme erhebt und die morgendliche Sonne begrüßt. Auf der gegenüber-liegenden Seite ist analog dazu unter der Himmels-hieroglyphe das Schriftzeichen der Sonne am Hori-zont zu sehen. Die beiden anderen Seiten zeigen Paviane, ebenfalls mit betend erhobenen Armen. Sie haben allmorgendlich die Sonne begrüßt. Insgesamt weisen die Darstellungen auf die Funktion des Stückes hin, da das Pyramidion mit seiner Form zur Sonne strebt. Außerdem wird auf den zyklischen Sonnenlauf hingewiesen – eines der wichtigsten Bilder für Wiedergeburt, Regeneration und ewiges Leben, wie es im Grabkontext besonders passend ist.

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Mumienmaske einer Frau

Gips, Stuck
Fundort unbekannt, wohl Tuna el-Gebel
Römerzeit, 2. Hälfte des 1. Jh. n. Chr.
PM 573

Als Hülle des Körpers dienten neben Särgen auch Masken. Die ersten Beispiele stammen aus der 1. Zwischenzeit (2120-2020 v. Chr.). Meist bestehen sie aus Kartonage, einer Art Pappmaché, und sind bunt bemalt oder sogar vergoldet. Sie waren im Mittleren Reich (2020-1794 v. Chr.) und der 2. Zwischenzeit (1795-1550 v. Chr.) sehr verbreitet. Die Masken umfassten das Gesicht sowie die Brustpartie und geben die auch von Ganzkörper-kartonagen bekannten Dekorationselemente wieder. Dazu gehören die Perücke und der Halskragen. Im Neuen Reich (1550–1070 v. Chr.) nimmt die Anzahl der Masken ab; in griechisch-römischer Epoche (ab 332 v. Chr.) erhöht sie sich wieder erheblich. In dieser Zeit wurden die Masken vor allem aus Gips gefertigt und beschränken sich in der Regel auf die Wiedergabe des Kopfes. Bei dieser Maske ist auf der Rückseite eine Geiergestalt dargestellt, die als Zitat von Isis, Nephthys oder Nechbet bewertet werden muss.

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Mumiennetz aus Perlen mit Darstellung eines Gesichtes

Fayence
Fundort unbekannt
Spätzeit, 26. Dynastie, 664-525 v. Chr.
PM 6452

Perlennetze dienten dem Schutz der Mumie. Bei den figürlich ausgestalteten Netzen lag das Gesicht unmittelbar auf dem Kopf der Mumie; es empfindet die Hieroglyphe für Kopf/Gesicht nach. In der Regel folgten dann ein Halskragen, ein geflügelter Skara-bäus, zwei geflügelte Göttinnen (Isis und Nephthys) sowie die Horussöhne im Bauchbereich. Den Ab-schluss kann ein Inschriftenband bilden – etwa eine Opferformel –, das von einem Schakal gekrönt ist.

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Mumie des Anch-Hapi

Leinwand, Stuck (Maske und Kartonage); Holz, Stuck
(Sarg)
wohl aus Achmim
Ptolemäerzeit, 2./1. Jh. v. Chr.
PM 1905

Die Mumie des Anch-Hapi bedecken mehrere Kartonage-Teile: Die erste zeigt einen Blütenkragen mit geflügeltem Skarabäus. Auf der zweiten ist die Göttin Maat mit ausgebreiteten, geflügelten Armen zu sehen, neben ihrem Kopf der Verstorbene bei der Anbetung des Osiris. Die dritte Kartonage über den Beinen weist ein ornamentales Muster auf; am Rand hocken Unterweltdämonen, am oberen Abschluss ist die Mumie auf einer Löwenbahre zu erkennen. Die Fußfläche ist mit einem Sandalenpaar dekoriert. Der zeitgenössischen Mode gemäß herrschen in der Dekoration vor allem bildliche Darstellungen in leuchtenden Farben vor. Mumie und Sarg des Anch-Hapi war das erste große Geschenk Pelizaeus’ an das Roemer-Museum.

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Uschebti des Cha-em-waset

Fayence
Fundort unbekannt
Neues Reich, 19. Dynastie, Zeit Ramses’ II.,
1279-1213 v. Chr.
F 37

Cha-em-waset war eigentlich der Thronfolger Ramses’ II., überlebte seinen Vater jedoch nicht. Aufgrund seines Interesses an Denkmälern seiner Vorfahren, das ihn unter anderem zur Restaurierung einer Pyramide aus dem Alten Reich veranlasste, wird er auch als „erster Archäologe der Weltgeschichte“ bezeichnet.

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Sarg des Djed-Bastet-iuef-anch

Leinwand, Stuck, Sykomorenholz
aus el-Hibe/Mittelägypten
Ptolemäer- oder Römerzeit, 1. Jh. v.-1. Jh. n. Chr.
PM 1954

Die verschiedenen Schritte der Mumifizie-rungsrituale folgen bei dem Sarg des Djed-Bastet-iuef-anch direkt aufeinander. Die Schritte sind Waschen des Körpers, Regene-ration auf dem sprie-ßenden Bett, Präparieren der Mumie, fertige Mumie mit Kanopen, Opferung vor dem Verstorbenen, Übersetzen über den Nil. Den Abschluss bilden verschiedene Schutzgötter.

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Sarg des Amenemope

olz, stuckiert und bemalt
Fundort unbekannt, wohl aus Theben-West
Neues Reich, 18. Dynastie, Zeit Thutmosis’ I.,
1504-1492 v. Chr.
PM 6330

Der Sarg des Amenemope gehört zu den so genannten „schwarzen Särgen“, die in der 18. Dynastie aufkamen. Das Dekorationsthema ist typisch: Die Strähnenperücke reicht bis auf die Brust und bedeckt teilweise den Halskragen, der auf den Schultern mit falkengestaltigen Fibeln geschlossen ist. Darunter hält ein geflügelter Geier die Ring-Hieroglyphe „schen“ – ein Zeichen für Ewigkeit – in den Fängen.

Der Korpus ist durch ein vertikales und vier horizontale Bänder aufgeteilt, die Mumien-binden imitieren. Dort wurden Formeln für die Opfergarantie sowie Beischriften zu den Götterdarstellungen auf der Sargwanne notiert. Die Götter sind Thot und Anubis sowie die vier Horussöhne Amset, Hapi, Duamut-ef und Kebech-senu-ef. Die Schutzgottheiten Isis und Nephthys befinden sich am Kopf- bzw. Fußende. Der schwarze Überzug besteht aus einer bitumenartigen Substanz. Schwarz ist unter anderem auch die Farbe des Osiris. Durch den Überzug wird der Tote also vergöttlicht und selbst zu einem Osiris. Amenemope wird in den Inschriften „Oberster Waffenträger Thutmosis’ I.“ genannt und ermöglicht eine genaue Datierungsmöglichkeit. Daher ist der Hildesheimer Sarg einer der frühesten Belege für den Typus des „schwarzen Sarges“.

Totenstele einer Frau

Holz, Stuck
Fundort unbekannt
Ptolemäerzeit, 3.-1. Jh. v. Chr.
F 35

Die Stele zeigt nach oben einen typischen Abschluss: Flügelsonne, den ebenfalls geflügelten Skarabäus, zwei Schlangen und zwei Schakale. Im Register darunter betet die Verstorbene, deren Name sich leider nicht erhalten hat, zu verschiedenen Göttern, die sich in einer Barke befinden. Weiteren Gottheiten wird im nächsten Register gehuldigt.

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Jenseits uns Seins-Formen des Menschen

Ba-Vogel

Holz, Leinwand, Stuck, Holz
Fundort unbekannt, wohl aus Tuna el-Gebel
Spätzeit, 664-332 v. Chr.
PM 2126

Die sehr selten belegte dreidimensionale Ausführung aus Holz zeigt den Seelen-Vogel mit betend erhobenen Armen. Die Figur wurde aus mehreren Teilen zusammengesetzt; ein Kopfputz ist heute verloren, war einst aber sicher vorhanden, wie ein Zapfloch auf dem Kopf beweist. Solche Statuetten waren Teil der Grabausstattung.

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Sarg des Nacht

Holz, stuckiert und bemalt
Fundort unbekannt, vielleicht Assiut
Mittleres Reich, 11.–12. Dynastie, 2050–1794 v. Chr.
PM 5999

Der Sarg des Nacht weist eine außergewöhnlich reiche Dekoration auf. Kopf- und Fußteil sind jeweils durch die Darstellung einer Kopfstütze bzw. zweier Sandalenpaare definiert. Die Seitenwände zeigen in einer über die gesamte Länge gehenden Zeile die Opferformel sowie neben dem üblichen Opferaufbau einen so genannten »Gerätefries«. Dieser führt Gaben wie Gefäße, Halskrägen und Schmuck an. Auch eine Scheintür ist in unmittelbarer Nähe aufgemalt, die als Schnittstelle zwischen Diesseits und Jenseits zu verstehen ist. Dazu korrespondierend weist die Außenseite ein Augenpaar auf, das Richtung Osten, zum Ort der Wiedergeburt, blickt. Die übrige Außendekoration setzt sich wiederum aus Opferformeln zusammen. Das Sarginnere zeigt außerdem verschiedene Sprüche der Sargtexte, die Macht, Schutz und Versorgtsein der Verstorbenen beschwören. Besonders hervorzuheben ist die innere Deckeldekoration mit einer der sehr seltenen Sternenuhren.

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Totenbuch des Djed-Hor (Ausschnitt)

Papyrus
wohl aus Achmim
Ptolemäerzeit, 3.-1. Jh. v. Chr.
PM 5248

Der Papyrus des Priesters Djed-Hor bietet eine Fassung mit den wichtigsten Sprüchen des so genannten Totenbuches. Djed-Hor war Priester im Mintempel von Achmim, so dass auch sein Papyrus, eine Grabbeigabe, von dort stammen dürfte.

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Götter beim Jenseitsgericht Statuette des Dua-mut-ef (PM 1588)

Statuette des Dua-mut-ef (PM 1588)

Statuette des Dua-mut-ef (PM 1588)
Statuetten wie diese gehörten seit der Ptolemäerzeit
zur Grabausstattung. Die Horussöhne übernahmen
hier den Schutz der Eingeweide. Die Ausführung
besticht besonders durch die leuchtenden Farben
und die Details wie der Halskragen mit den Schließen
in Form eines Falkenkopfes.
Statuette der trauernden Isis (PM 1584)
Als besonderes Merkmal der Göttin dient der Kopfputz: Isis trägt einen Thron auf dem Kopf, die Hieroglyphe, mit der ihr Name geschrieben wird. Die vor den Mund gehaltene Hand verweist auf ihre Rolle als göttliche Klagefrau.
Statuette des Hapi (PM 1589)
Die Zuweisung an Hapi bezeugt die Inschrift, die den Namen des Gottes nennt. Sie lautet: »Hapi möge schützen Osiris, Erster-der-Westlichen, wahr-an-Stimme in Ewigkeit.«
Statuette der trauernden Nephthys (PM 1583)
Bei dieser Statuette ist Nephthys aufgrund ihres Kopfputzes zu identifizieren. Hier wird sie in ihrer Rolle als göttliche Klagefrau gezeigt, wie ihre trauernd erhobene rechte Hand zeigt.
Statuette des Anubis (PM 1582)
Besonders hervorzuheben ist bei der Statuette des Mumifizierungsgottes die Bemalung: ein Trägerhemd mit Federmuster, das den Oberkörper des Gottes bedeckt, ein fein gefältelter Schurz sowie Schmuckreifen an Handgelenken und Oberarmen.

Miniatursarg in Form des Gottes Osiris

Bronze
Fundort unbekannt
Spätzeit, 664-332 v. Chr.
PM 64

Die Darstellung des mumiengestaltigen Körpers mit Atef-Krone, Krummstab und Wedel verweist eindeutig auf den Jenseitsgott Osiris. Die Funktion des Objektes ist unklar, sicher aber symbolisch an Osiris gebunden. Bisher sind zwei Möglichkeiten er-schlossen: Der Miniatursarg könnte zur Aufbewah-rung von Papyrusrollen gedient haben oder aber für die separate Bestattung des männlichen Gliedes.

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Statuette einer Katze mit Jungen

Bronze
Fundorte unbekannt
Spätzeit, 664-332 v. Chr.
PM 83

Katzen galten als mütterliche Tiere, weshalb die Göttinnen, die mit der Katze in Verbindung standen, auch mütterliche Schutzfunktion ausübten. Diese Vorstellung verkörpern Mutterkatzen mit Jungtieren.

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Mumie eines Krokodils

Organisches Material, Bitumen
wohl aus Kôm Ombo
wohl Ptolemäerzeit, 3.-1. Jh. v. Chr.
PM 2133

Das Krokodil war das heilige Tier des Gottes Sobek. Verehrt wurde die Riesenechse vor allem in Kôm Ombo und in der Halboase Fayum. Durch die Erhe-bung des Tieres in einen göttlichen Status wurde gleichzeitig die Gefahr gebannt, die von Krokodilen ausgeht.

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Figur einer Spitzmaus

Bronze
Fundort unbekannt
Spätzeit, 664-332 v. Chr.
PM 48

Die Inschrift auf der Basis enthält einen Stiftungs-vermerk und lautet: „Horus, der Herr von Letopolis möge der Ta-nefret-her, Tochter des Tjai-hep-imu und der Ta-men, Leben geben.“ Letopolis ist ein Kultort des Horus in seiner Erscheinungsform als Ichneumon bzw. Spitzmaus. Beide Tiere sind Aspek-te desselben Gottes: das Ichneumon als sehende (Tag), die Spitzmaus als blinde (Nacht) Version.

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Wandreliefs aus der Kultkapelle des Thot von Tuna el-Gebel (Ausschnitt)

Kalkstein, bemalt
Tuna el-Gebel
Ptolemäerzeit, Anfang 3. Jh. v. Chr.
PM 1883

Im mittelägyptischen Chemenu wurde schon seit dem Alten Reich der pavian- oder ibisgestaltige Gott Thot verehrt. Seit Mitte des 2. Jahrtausends v. Chr. befand sich die zugehörige Nekropole am westlichen Wüstenrand nahe dem heutigen Tuna el-Gebel. Im 1. Jahrtausend v. Chr. entstanden dort die unter-irdischen Gänge zur Bestattung heiliger Tiere. Um 300 v. Chr. wurden zudem zugängliche Kammern für kultische und rituelle Handlungen eingerichtet. Die berühmte „Hildesheimer Kultkammer“ zeigt Szenen mit Pharao Ptolemaios I., der vor verschiedenen Göttern Opferrituale vollzieht.

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Figru eines Pavians

Fayence
Fundort unbekannt
Spätzeit, 664-332 v. Chr.
PM 292

Die kleine Figur zeigt akkurat alle Details: Ein Fell-mantel fällt über den Tierkörper, die hinteren Beine, zwischen denen das Glied erkennbar ist, sind in Hockerstellung angezogen und die Hände liegen auf den Knien. Am Rücken befindet sich eine Öse, die das Figürchen als Amulett ausweist.

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