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© Christian Rose, Kestner Museum Hannover

Alexandrinische Terrakotten im RPM

Wilhelm Pelizaeus begann seine Sammlertätigkeit in Ägypten mit der Erwerbung kleinformatiger antiker Figuren (Pelizaeus lebte in Ägypten von 1869-1914). Darunter befanden sich auch Figuren aus gebranntem Ton (Terrakotten) aus der griechisch-römischen Epoche. Pelizaeus bewies bei der Auswahl dieser Stücke, die er bei Kunsthändlern kaufte, ein sehr gutes Gespür für die Vielfalt dieser Gattung der antiken Kunst.

2018 wurden zunächst die sog. Tanagrafiguren aus der Sammlung Pelizaeus untersucht (s. Foto "Dame in Gelb", die in der Irrtümer & Fälschungen-Ausstellung präsentiert wird). 2019 bearbeitet Dr. Sven Kielau, Klassischer Archäologe am RPM, die sogenannten alexandrinischen bzw. städtischen Terrakotten aus dem hellenistischen Ägypten. Die Stücke werden derzeit erforscht und abschließend veröffentlicht werden.

Zu den "alexandrinischen" Terrakotten gehört auch die "Gauklergruppe" aus der Sammlung Pelizaeus, und die ist weltberühmt. Sie wird oft in Katalogen und anderen Schriften abgebildet, um stellvertretend die Besonderheit alexandrinischer Festkultur zu illustrieren.

Die oft sehr kunstfertigen "alexandrinischen" Terrakotten, von denen das RPM geschätzt rund 50 Figuren und ca. 90 einzelne sehr variantenreiche Köpfe besitzt, zeichnen sich durch immensen Bilderreichtum aus. Kulturell stehen sie mit der ptolemäischen Zeit Ägyptens, aber auch mit Griechenland selbst in Verbindung. Alexandria, gegründet 331 v. Chr., gilt als das Zentrum dieser Terrakottenproduktion, aber auch in anderen Städten Ägyptens wie beispielsweise Athribis oder Hermopolis wurden solche Terrakotten in größerer Zahl hergestellt.

 

 

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