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Fachtagung: „Kultur inklusiv - netzwerken! partizipieren! bilden!“
Hildesheim setzt mit Inklusions-Tagung ein Zeichen!

Hildesheim. Das vergangene Wochenende stand im Roemer- und Pelizaeus-Museum ganz im Zeichen von Inklusion und Barrierefreiheit! Dazu versammelten sich Fachleute, Vertreter*innen von Institutionen sowie Organisationen aus dem Kultur-, Bildungs- und Sozialbereich und Betroffene/Akteure drei Tage lang, um bei Projektpräsentationen und Vorträgen ins Gespräch zu kommen.

Die Tagung startete am Freitag, den 13.09.2019 mit Präsentationen, Informationen und bunten Aktionen der Kooperationspartner des Projektes "Hildesheim - eine KulturStadt für Alle". Zu diesen gehören die Diakonie Himmelsthür, der Malteser Hilfsdienst, die Musikschule Hildesheim, die Volkshochschule Hildesheim, KulturLeben Hildesheim e. V., Theater für Niedersachsen (TfN), Radio Tonkuhle 105,3 und das Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim. Darüber hinaus präsentierte die Hildesheimer Künstlergruppe "Wilderers" des ProTeams Himmelsthür eine Bilderausstellung und einen Infostand unter dem Motto "Kunst kennt keine Behinderung", die noch über die Tagung hinaus bis zum 20. November im Schafhausensaal des RPM zu sehen sein wird. Gezeigt werden Arbeiten aus den letzten drei Jahren. Die Techniken reichen von Linoldruck über Stickarbeiten, Acrylbildern bis hin zu Zeichnungen. Thematisch haben sich die Künstler mit ihrer Arbeitsstadt "Hildesheim", Flora und Fauna und der Menschendarstellung auseinandergesetzt.

 
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Bilder: ©RPM, Fotos: Achim Puzik

Im Anschluss fand eine festliche Abendveranstaltung statt, zu der als Grußredner unter anderem der Hildesheimer Oberbürgermeister, Ingo Meyer, sowie die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen in Niedersachsen, Petra Wontorra, geladen waren. Weitere politische Vertreter fanden sich im Publikum. Für den Abendvortrag konnte der bekannte Autor und Aktivist für Inklusion und Barrierefreiheit, Raúl Krauthausen, gewonnen werden. Seine engagierte und unverblümte Rede sorgte im Publikum und auch noch auf der weiteren Tagung für einigen Gesprächsstoff. Krauthausen, der selbst im Rollstuhl sitzt, mahnte, sich nicht mit dem bisher Erreichten zufrieden zu geben oder darauf auszuruhen. Er rief dazu auf, sich von der Stufe eines "uninformierten Pessimismus" hin zu einen "informierten Optimismus" zu bewegen. Er sieht zudem in erster Linie die Städte und allgemein die Politik in der Pflicht dafür zu sorgen, dass Barrierefreiheit für Alle tatsächlich umgesetzt werden kann.

Begleitet wurde das Abendprogramm von Auftritten der Tanzgruppe "Ars Saltandi" aus Hildesheim, die erst in diesem Jahr zur "Showgruppe Niedersachsen 2019" gekürt wurde und dem Hildesheimer Vocal Percussionist Jonathan Pietsch. Beide boten beeindruckende Performances, die das Publikum begeisterten. Um die inklusive Intention der Veranstaltung zu entsprechen, standen für die Auftaktveranstaltung und die gesamte übrige Zeit der Tagung Gebärdensprach- und Schriftdolmetscherinnen, eine FM-Anlage für hörgeschädigte Menschen, die schriftliche Zusammenfassungen der Vorträge in Leichter Sprache, eine Tagungsassistenz und der kostenlosen Fahrdienst "KulTour" des Malteser Hilfsdienstes zur Verfügung.

Das Ziel der Tagung, den Teilnehmer und Referenten die Möglichkeit zu bieten, in einen spannenden Dialog zu treten, Ideen und Denkanstöße für zukünftige Handlungsstrategien im Kulturbereich auszutauschen und Inklusion und Barrierefreiheit als gesellschaftliche Querschnittsaufgaben zu diskutieren, hat sich in vollem Umfang erfüllt. Und Hildesheim hat die Chance genutzt, bundesweit auf sein inklusives Netzwerk im Kultur- und Sozialbereich aufmerksam zu machen, von dem viele positive Impulse ausgehen!

Fachtagung:

Kultur inklusiv - netzwerken! partizipieren! bilden!

 

Eine Kooperationsveranstaltung des Roemer- und Pelizaeus-Museums Hildesheim und der Diakonie Himmelsthür, gefördert von der "Aktion Mensch"

2017 startete das Hildesheimer Projekt "Eine KulturStadt für Alle" der Diakonie Himmelsthür. Erstmalig haben sich für dieses Projekt Kultur- und Sozialinstitutionen der Stadt zusammengeschlossen, um Barrierefreiheit und Inklusion gemeinsam auszubauen.

Ausgehend von diesem Kooperationsmodell sollen bei der Tagung nicht nur Herausforderungen und Hindernisse beschrieben werden. Vielmehr wollen wir innovative Konzepte, Erfahrungen, Perspektiven und bildungspolitische Voraussetzungen für kulturelles Networking und Partizipation erörtern und konkrete Lösungsideen entwickeln und austauschen.

Dazu versammeln sich Fachleute, Vertreter*innen von Institutionen und Organisationen aus dem Kultur-, Bildungs- und Sozialbereich und Betroffene/Akteure drei Tage lang, um bei Projektpräsentationen und Vorträgen ins Gespräch zu kommen. Gemeinsam wollen wir Denkanstöße liefern und Ideen für zukünftige Handlungsstrategien im Kulturbereich sammeln, die das Thema Inklusion als Querschnittsaufgabe in den Fokus stellen. Interessierte sind herzlich willkommen!

Wann: 13. bis 15. September 2019

Wo: Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim, Am Steine 1-2, 31134 Hildesheim

Anmeldeformular

Tagungsprogramm zum Download

Organisation & Anmeldung:
Julia Kruse, Swenja Schum

kulturinklusiv(at)rpmuseum.de

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