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Weltentstehung und Theologie von Hermopolis Magna
Tuna el-Gebel als Teil einer Kulturlandschaft in Mittelägypten von der Spät- bis in die Römerzeit (ca. 600 v. Chr. - 400 n. Chr.)

Forschungsprojekt des Roemer- und Pelizaeus-Museums (RPM) und der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU)Das Kooperationsprojekt des RPM und der LMU widmet sich der Aufarbeitung von bislang unveröffentlichten Objekten aus Tuna el-Gebel und Hermopolis Magna (Region Minia), der Hauptstadt eines Verwaltungsbezirks im alten Ägypten, sowie Funden aus dem zugehörigen Menschen- und Tierfriedhof. Weitere wichtige Partner des Projektes sind u.a. die Universität Kairo, die Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim (HAWK) sowie die Stiftung Universität Hildesheim.

„Weltentstehung und Theologie von Hermopolis Magna. Tuna el-Gebel als Teil einer Kulturlandschaft in Mittelägypten von der Spät- bis in die Römerzeit (ca. 600 v. Chr. – 400 n. Chr.)“ lautet der offizielle Titel der drei Jahre andauernden Forschungsarbeiten. Im Zentrum wird die Frage stehen, wie sich die altägyptische Lehre von der Entstehung der Welt sowie die Theologie des Kultzentrums der Gottheit Thot mit Hilfe archäologischer Befunde und Fundstücke beschreiben lässt. Untersucht werden die genaue Funktion der Objekte und die damit verbundenen Rituale. Darüber hinaus erhoffen sich die Forscher ein besseres Verständnis des altägyptischen Tierkults.

Die Projektergebnisse sollen in einer Ausstellung in Hildesheim und Minia/Ägypten münden, die unter anderem eine 3-D-Rekonstruktion einiger unterirdischer Kapellen für Ritualtiere zeigen wird.

Museumsdirektorin Prof. Dr. Regine Schulz freut sich sehr über die zugesprochenen Mittel: „Das Projekt verstehen wir als Brücke zwischen aktueller Wissenschaft und der Präsentation spannendster Forschungsergebnisse für ein breites Publikum in Deutschland und Ägypten. Es ermöglicht uns nicht nur die Aufarbeitung unserer Sammlungsbestände und die Zuordnung von bisher kaum bearbeiteten Archivalien aus dem RPM und dem Stadtarchiv Hildesheim. Diese können mit den neuesten Ausgrabungserbnissen aus Ägypten zusammengeführt und in Sonder- und später auch Dauerausstellungen präsentiert werden. Damit soll ein besseres Verständnis für die Antike dieser Region geweckt werden. Ziel ist es, dieses Kulturerbe für die Menschen vor Ort, aber auch von außerhalb bedeutungsvoll zu machen und somit seinen Schutz zu gewährleisten.“

Der ägyptische Minister für Antiken, Prof. Dr. Mamdouh Eldamaty, und der Gouverneur von Minia, General Salah al-Din Ziada, haben dieses Projekt bei einem gemeinsamen Treffen am 11. und 12. April 2015 in Kairo und Minia nachhaltig begrüßt und ihre Unterstützung zugesagt. 

Das Projekt wird mit 380.000 Euro gefördert durch die VolkswagenStiftung im Rahmen der Förderinitiative "Forschung in Museen". Weitere Informationen zur Förderung unter www.volkswagenstiftung.de.

Projektleitung: Prof. Dr. Regine Schulz (RPM) und Prof. Dr. Friedhelm Hoffmann (LMU)
Projektverantwortlicher in München: Prof. Dr. Friedhelm Hoffmann
Projektmitverantwortliche: Prof. Dr. Salah el-Kholi (Universität Kairo) und Dr. des. Mélanie Flossmann-Schütze (LMU)

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