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Neuerwerbungen 2013

Seit 1983 hat sich die Friedrich-Weinhagen-Stiftung zur Aufgabe gemacht, regionale Kunst zu fördern. Das Roemer- und Pelizaeus-Museum präsentiert im Roemersaal die Neuwerbungen des Jahres 2013. Insgesamt 16 Grafiken, Fotografien, Zeichnungen und Gemälde, die zu dem Thema „Paarungen“ bei der Jahresausstellung des Bundes Bildender Künstler in der Galerie im Speicher präsentiert und mit Mitteln der Friedrich-Weinhagen-Stiftung angekauft wurden.

Gemälde- und Skulpturensammlung

Johann Melchior Roos, Tierkampf, 1. Hälfte 18. Jahrhundert, Öl auf Leinwand, 217 x 251 cm

Die Gemälde- und Skulpturensammlung umfasst rund 1000 Werke. Von sakraler Kunst seit dem späten Mittelalter, die aus den umliegenden Kirchen und Kapellen in das Museum gelangten, über Porträts bis hin zu topografischen Ansichten und Werken Hildesheimer Künstler.
Den Grundstock der Sammlung bildete die Stiftung Adolf Lüntzel (1799-1850), der 1845 seine wertvolle Gemäldesammlung dem Museum schenkte.

Oskar Popp „Weihnachtsmarkt in Hildesheim“ 1928, Öl auf Leinwand, 80 x 120 cm, RPM

1847 kaufte der Museumsverein für 80 Thaler Gold zwei Tierstücke des bekannten Braunschweiger Tiermalers Johann Melchior Roos (1663-1731) und gab bei dem Hannoveraner Maler August Wilhelm Julius Ahlborn (1796-1875) eine Ansicht der Stadt Hildesheim in Auftrag. Der Graf von Egloffstein stiftete dem Museum 1869 vier Ölbilder aus dem Nachlass seiner Schwester Julie (1792-1869), darunter ein Porträt Goethes.

Elfi Dollichon „A day in paradise“ 2008

Durch Schenkungen und Ankäufe insbesondere von Werken Hildesheimer Künstler wurde die Sammlung stetig erweitert und auch nach 1945 stand der regionale Bezug im Vordergrund der Sammeltätigkeit. Seit 1983 ergänzen die regelmäßigen Ankäufe der Friedrich-Weinhagen-Stiftung anlässlich der Jahresausstellungen des BBK kontinuierlich die Sammlung.

Grafische Sammlung

Heinrich Vogeler, „Die Lerche“ (Selbstbildnis), Radierung aus der Mappe„An den Frühling“, erschienen 1899 im Insel-Verlag

Die Grafische Sammlung des Roemer- und Pelizaeus-Museums umfasst etwa 10000 Blatt Druckgrafik vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart und einen kleinen Bestand an Handzeichnungen. Von der Gründung des Museums bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts galt neben Bildnissen und Darstellungen zur Topographie Hildesheims die Hauptaufmerksamkeit dem Erwerb von Reproduktionsgrafik.  Die Sammlung gewährt einen Einblick in Geschichte und Technik von den Stechern der Rubens-Schule bis zu den letzten aufwendigen Reproduktionsstichen des 19. Jahrhunderts. Allerdings umfasst der Kernbestand auch wichtige Bestände älterer Originalgrafik: Hauptsächlich Landschaftsradierungen deutscher Künstler des 18. und 19. Jahrhunderts, aber auch Arbeiten von Jacques Callot (1592-1635) und Rembrandt van Rijn (1606-1669), Daniel Chodowiecki (1726-1801) sowie Tier- und Jagdstücke Elias Ridingers (1698-1767).
Nach 1945 wird die Sammlung durch Schenkungen, Stiftungen und durch die Ankäufe aus den jährlichen Ausstellungen des Bundes Bildender Künstler bereichert. Am umfangreichsten die Stiftung Wilhelm Lühnings mit rund 2500 Blatt moderner Grafik, herausragend im Bereich Jugendstil und der Jahrhundertwende.
Der kleine Bestand an Handzeichnungen wird in erster Linie durch regionale Bezüge bestimmt. Aber allein die zahlreichen Arbeiten des Zeichners Kniep (1755-1855), der Johann Wolfgang von Goethe 1787 als Auftragszeichner nach Sizilien begleitete, sind von besonderem Wert.

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