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KulturSpielOrt.
RPMuseum von Anfang an!

Über die Dinge die Welt erschließen: Das Roemer- und Pelizaeus-Museum bietet mit seinen vielfältigen Sammlungen adäquate und spannende Erlebnisräume, in welchen es der Neugier und dem Forschungsdrang der Jüngsten begegnen, deren Kreativität unterstützen und damit den im Rahmenplan beschriebenen Bildungsbereichen von Kindertagesstätten entsprechen kann.

Das Museum öffnet sich als KulturSpielOrt für frühkindliche kulturelle Bildung und entwickelt im konstruktiven Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich Kindergarten fundierte, nachhaltige und fantasievolle Programme. 

Das aktuelle Angebot für die Kindergärten finden Sie hier.

Kooperation mit dem St. Bernward Kindergarten geht weiter

Eine letzte Reise rund um die Welt und dann geht es in die Schule. Auch wenn es für diese Gruppe der vorerst letzte Besuch im Roemer- und Pelizaeus-Museum (RPM) war, geht die Kooperation mit der Caritas Hildesheim und dem St. Bernward Kindergarten weiter.

„Dem RPM ist in den letzten Jahren die Zusammenarbeit mit Kindergärten immer wichtiger geworden, um möglichst schon früh die Begeisterung für das Museum zu wecken. Die Zusammenarbeit mit dem St. Bernward Kindergarten ist hier ein wunderbares Vorzeigeprojekt und ich freue mich persönlich sehr, dass diese Kooperation weitergeführt wird“, so Prof. Dr. Regine Schulz, Direktorin des RPM.

Auch der Chef der Caritas Hildesheim, Dr. John Coughlin, findet, dass es ein sehr gelungenes Projekt ist und ist froh, dass die Kooperation fortgesetzt wird: „Besonders für die Kinder ist es sehr schön, dass sie die Geschichte der verschiedenen Länder kennenlernen können. Es ist ein wertvolles Bildungsangebot und wird von der Museumspädagogik hervorragend durchgeführt.“

Hier geht's weiter.

KULTUR PUR – KULTURELLE VIELFALT IN UND VOR DER VITRINE
Neues Angebot des RPM für junge Familien mit Migrationshintergrund bzw. Flüchtlingsfamilien

In welchem Land begrüßt man sich mit buenos días? Die Antwort auf diese und andere Fragen suchten die 12 Jungen und Mädchen im Alter von 3 bis 6 Jahren aus den Kindergärten St. Thomas und St. Nikolaus in Drispenstedt. Sie gehören zu den bisher fünf Gruppen, die im Rahmen des „Rucksack“-Programms der Lebenshilfe Hildesheim ein neues Angebot des Roemer- und Pelizaeus-Museums (RPM) nutzen: „Kultur pur – Kulturelle Vielfalt in und vor der Vitrine“. 

Dieses lädt gezielt junge Familien mit Migrationshintergrund bzw. Flüchtlingsfamilien ein, sich über die kulturelle Vielfalt der Museumssammlungen zu begegnen, auszutauschen und aktiv einzubringen. Mit ihren Müttern, vier Elternbegleiterinnen und Vertreterinnen der Stadt und des Landkreises Hildesheim sowie der Johannishofstiftung, die das RPM-Projekt und das Rucksack-Programm fördert, starteten die Kinder aus Kirgistan, Moldawien, Polen, Russland und der Türkei zu einer Reise unter dem Motto „auf kleinen Füßen um die Welt“. Zuvor hatte ihnen Lucy, das kleinen Puppenmädchen, die Aufgabe gestellt herauszufinden, aus welchem Land sie stammt, in dem man sich mit buenos días begrüßt. Außerdem bekamen die Kinder von Lucy einen Koffer, in dem sie ihr aus jedem der Länder auf ihrer Reise ein Schatz mitbringen sollten.

Los ging es dann nach Ägypten, angeführt vom 5-jährigen Julian, den Museumspädagogin Christine Kundolf-Köhler zuvor mit einem Schurz aus Leinen in einen „Pharao“ verwandelt hatte. Hier lernten die Kinder den Prinzen Hem-iunu kennen und erfuhren, dass er den Bau der größten Pyramide geleitet hat. Wie die alten Ägypter das gemacht hatten, erklärte dann das „Lied vom Pyramidenbau“, das von allen zusammen gesungen wurde. Und schließlich fanden die Kinder den Schatz für Lucy: ein Bild auf einem Stück Papyrus, auf dem die alten Ägypter geschrieben und gemalt haben. „Darüber wird Lucy sich freuen“, meinte Pharao Julian.

Von Ägypten ging die Reise weiter „in das Land, wo Tofu und Reis gegessen werden“, wie Christine Kundolf-Köhler verriet: China. Als Reisebegleiter fungierte nun der 5-jährige Arno, der mit einem großen Hut aus Reisstroh zum Reisbauern wurde. In China drehte sich dann zunächst alles um Drachen, denn sie haben eine besondere Bedeutung und sind deshalb auf vielen Gegenständen zu sehen. Aber nur die Drachen mit 5 Klauen dürfen den Kaiser beschützen. Und hier trafen sie dann auch auf die „Kaiserin“: Die 5-jährige Alicia in einer kostbaren Jacke, die huldvoll den respektvollen Kniefall ihrer „Untertanen“ entgegennahm. Nach einem gemeinsamen Lied über den Drachen Fu suchten die Kinder das nächste Geschenk für Lucy, eine schön bemalte Porzellanschale und zogen weiter nach Peru, dem letzten Land auf ihrer Reise. Neue Reisebegleiterin wurde nun die 3-jährige Zara, zu erkennen an einem bunten Poncho, denn „in Peru trägt man Ponchos aus Lama-Wolle“, erklärte Christine Kundolf-Köhler. Hier staunten die Kinder zunächst über eine Menge Gefäße aus Ton in ganz besonderen Formen. So entdeckten sie einen Vogel, einen Fuchs oder einen Menschen. Und der Vogel hatte noch ein ganz spezielles Geheimnis, das die Kinder gleich selbst lüften konnten. Jedes von ihnen erhielt eine kleine, mit Wasser gefüllte Nachbildung aus Plastik, an deren Schwanzende sich ein kleines Loch befand. Als dann alle gemeinsam in diese Löcher pusteten, ertönte plötzlich ein vielstimmiges Vogelgezwitscher, das gar nicht mehr aufhören wollte! Danach ging es dann in eine „Goldkammer“, in der ein weiteres Tier zu sehen war: ein kostbares Lama ganz aus Gold. Und schließlich mussten die Kinder ja noch das letzte Geschenk für Lucy finden, ein Knäuel Lama-Wolle und eine Papageienfeder.

Mit dem nun gut gefüllten Koffer ging es dann zurück zu Lucy, die sich über die schönen Geschenke freute. Außerdem wollte sie genau wissen, wo die Kinder denn überall gewesen seien und ob sie herausgefunden hätten, in welchem Land man sich mit buenos días begrüßt. Das konnten nun alle richtig beantworten: in Peru! Lucy war begeistert, dass alle Kinder so viel Spaß hatten und schenkte ihnen deshalb zur Erinnerung an das Museum und die Länder, die sie besucht hatten, ein Stück Papyrus aus Ägypten, Essstäbchen aus China und ein Stück Goldfolie zum Basteln von peruanischen Figuren.

Für Fragen zum Format „Kultur pur – Kulturelle Vielfalt in und vor der Vitrine“ oder weitere Angebote für Kindergärten steht die verantwortliche Museumspädagogin Christine Kundolf-Köhler unter Tel. 05121/9369-39 oder ch.kundolf(at)rpmuseum.de zur Verfügung.

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