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Modell eines Kajaks

© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Foto: S. Shalchi

Das Kajak stammt laut Inventarbuch aus Grönland, ist aber durch seine Bauweise eindeutig regional der Nordwestküste Nordamerikas zuzuordnen. Diese Kajaks waren ursprünglich nur für zwei Personen. In der Kontaktzeit mit den Russen, Alaska gehörte bis 1867 zum russischen Zarenreich, wurden dann dreisitzige Boote gebaut.
Auch durch die verschiedenen Hüte der Figuren ist die Herkunft des Modells zu unterstützen. Die hintere Person trägt einen typischen Augenschirm der Bewohner der Alëuten. Die Schirme aus über Dampf gebogenem Holz schützten die Augen vor dem Sonnenlicht. Die mittlere Figur wiederum hat einen geflochtenen und bemalten Hut auf, der in seiner Form denen der Haida entspricht. Sie leben in einigen Regionen des heutigen kanadischen Bundesstaates British Columbia und im südöstlichen Alaska. Die dritte Figur ist nicht so eindeutig zu identifizieren. Es gibt jedoch Mützen im zaristischen Russland des 19. Jahrhunderts, die eine ähnliche Form haben.
Damit sind alle möglichen Ethnien der Region Alaska im 19. Jahrhundert in diesem Boot versammelt und bestätigen die Herkunft Nordwestküste. Alle Personen tragen die typischen wasserdichten Parkas aus Seehundsdarm, die echte Kajakfahrer beim Kentern trocken hielten.

Japanisches Steingutgefäß

© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Foto: S. Shalchi

Die Schale zeigt eine Szene aus dem in Japan sehr populären Sumo-Ringen. Der Ringer ist an seinem Schurz als ranghöchster Kämpfer, yokozuna, zu erkennen. Auf der anderen Seite des Gefäßes ist der Ringrichter zu erkennen, der den für ihn typischen Fächer in der Hand hält. Die Farbe der Quasten am Fächer markiert den Rang des Unparteiischen. Man sieht außerdem die Reisstrohwülste, die den Ring begrenzen. Fällt heute einer der Ringer, die bis 200 kg wiegen, über diese Begrenzung aus dem Ring landet er auf den Zuschauern, die direkt am Ring sitzen. Dadurch kommt es immer wieder zu Verletzungen nicht nur bei den Ringenr, sondern auch bei den Zuschauern.
Die Anfänge des Sumoringens liegen ca. 1.500 Jahre zurück und waren ursprünglich eine religiöse Zeremonie mit Gebeten, die eine reiche Ernte bringen sollte. Bis heute ist der Sport in Japan sehr beliebt und die Ringer der höchsten Ränge verdienen hohe Prämien bei Siegen

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