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Nutzungsbedingungen

Wir danken für die Beachtung folgender Nutzungsbedingungen:

  • Die kostenlose Nutzung der Pressebilder ist nur für die unmittelbare Berichterstattung über die Ausstellung „Schätze für den Kaiser - Meisterwerke chinesischer Kunst (1368–1911)“ im Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim (21.11.2015 – 04.12.2016) gestattet.
  • Eine Weitergabe des Bildmaterials an Dritte ist nicht zulässig.
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Löwengestaltige Räuchergefäße

Das in Cloisonné-Technik in farbiger Emaille gearbeitete Löwenpaar gehört zweifellos zu den beeindruckendsten Objekten der Ausstellung. Die sehr lebendig wirkenden Löwenkörper und ihr farbenprächtiges Fell verdeutlichen die überaus hohe Qualität, die die kaiserlichen Cloisonné-Manufakturen in der Qing-Dynastie erreicht hatten. Ein besonders eindrucksvoll gestaltetes Detail ist die bewegliche Zunge im Maul der Löwen.

Der Löwe galt als kaiserliches Tier, das die Tempel und Haushalte beschützte. Der Ball unter den Pranken steht für die Macht und Einheit des Reiches. Löwen wurden zumeist paarweise aufgestellt, das männliche Tier mit einem Ball und das weibliche mit einem Löwenjungen. In diesem Fall wurde der Ball des einen Tieres rekonstruiert und es ist möglich, dass hier ursprünglich ein Löwenjunges vorhanden war.

Vergleichbare Objekte befinden sich im Palastmuseum von Beijing.

Qing-Dynastie, 18. Jahrhundert
Emaille auf Kupfer
Bamboo House Hong Kong Art Collection, Inv.-Nr. 2014-9-2
© BBSC (Bamboo House Hong Kong Art Collection)

druckfähige Datei (1,1 MB)

Gefäß mit feuervergoldeten Drachenkopfhenkeln

Das imposante, vierfüßige Gefäß in ovaler Form ist mit Drachen an Knauf und Henkeln verziert. Umlaufend dargestellt sind Szenen mit spielenden Kindern auf einer Terrasse in einer üppig gestalteten Landschaft mit Blumen und Felsen. Diese ist umgeben von durch Wolken fliegenden Fledermäusen. Der Knauf des Deckels besteht aus einem fein gearbeiteten, zusammengerollt liegenden Elefanten, der auf dem Rücken einen kleinen, vergoldeten Korb mit Schätzen trägt.

Qing-Dynastie, 18. Jahrhundert
Emaille auf Kupfer
Bamboo House Hong Kong Art Collection, Inv.-Nr. 2014-26
© BBSC (Bamboo House Hong Kong Art Collection)

druckfähige Datei (2,3 MB)

Elefanten mit Deckelvasen

Die beiden weißen Elefanten mit farbenprächtigen Satteldecken, deren Dekor glückbringende buddhistische Symbole zeigen, tragen jeweils eine Deckelvase auf ihrem Rücken. Beide Tiere haben ihre Köpfe leicht zur Seite gedreht. Die Ohren sind aus Elfenbein geschnitzt und angesetzt worden.

Vergleichbare Objekte befinden sich im Palastmuseum von Beijing.

Qing-Dynastie, 18. Jahrhundert
Emaille auf Kupfer
Bamboo House Hong Kong Art Collection, Inv.-Nr. 2014-28-2
© BBSC (Bamboo House Hong Kong Art Collection)

druckfähige Datei (1,3 MB)

Sechseckige Duftdose mit Da Ming Wan Li Nian Zhao-Sechszeichenmarke

Die sechseckige Dose ist in der Deckelmitte mit einer Da Ming Wan Li Nian Zao-Sechszeichenmarke versehen, umgeben von einem Wolkendekor. Das Objekt beeindruckt durch seine mehrfarbige Grundierung der verschiedenen Gefäßflächen: Der Deckelgrund ist in hellrot gehalten und mit einem Ranken-Dekor verziert, der Boden der Dose hat einen blaugrünen Grund.

Ming-Dynastie, Wanli-Periode (1573 - 1620)
Emaille auf Kupfer
Sechszeichenmarke
Bamboo House Hong Kong Art Collection, Inv.-Nr. 2014-22
© BBSC (Bamboo House Hong Kong Art Collection)

druckfähige Datei (1,6 MB)

Hofgewand aus gelber Seide

Das aus gelbem Satin bestehende Untergewand ist aufwändig mit glückverheißenden Schmetterlingen, Blüten und Vögeln bestickt, die sich zum Teil in großen Medaillons befinden. Die Stickerei ist äußerst fein und von sehr hoher Qualität.

Qing-Dynastie, 19. Jahrhundert
gelbliche Seide mit Stickerei
Bamboo House Hong Kong Art Collection, Inv.-Nr. 2014-45
© BBSC (Bamboo House Hong Kong Art Collection)

druckfähige Datei (1,3 MB)

Taschenuhr mit Porträts

Die Taschenuhr besteht aus 18-karätigem Gold und weist äußerst qualitätvolle Miniaturmalereien in Emailtechnik auf: Das vordere und hintere Deckelrund zeigt die Porträts eines Höflingspaares vom mandschurischen Kaiserhof.

Im Inneren befinden sich 15 Juwelen. Die Uhr besitzt eine zu 3/4 vergoldete, schlüssellose Hebelbewegung, eine Bimetallunruh und eine Ankerhemmung. Zudem hat sie eine Goldcuvette, ein weiß emailliertes Zifferblatt mit römischen Ziffern und gebläute Zeiger.

Seit dem 18. Jahrhundert entwickelte sich in China eine große Begeisterung für europäische Uhren, die sich vor allem am Kaiserhof großer Beliebtheit erfreuten. Diese Uhren wurden in der Schweiz in England - zum Teil speziell für den chinesischen Markt - hergestellt. Dabei wurde außerordentlicher Wert auf die künstlerische Ausgestaltung gelegt. 

Schweiz
um 1890
Bamboo House Hong Kong Art Collection, ohne Inv.-Nr.
© BBSC (Bamboo House Hong Kong Art Collection)

druckfähige Datei (1,2 MB)

Weiße Schalen mit Schafen und Gedicht

Die beiden weißgrundigen Schalen zeigen eine Frühlingslandschaft mit kleinen Felsen, grünen Bäumen und Gras sowie Blütenzweigen. Zwei Schafböcke mit leicht unterschiedlichen Hörnern stehen nebeneinander im Gras. Auf der gegenüber liegenden Seite der Schale ist ein einzelnes Schaf dargestellt, das dem Betrachter den Rücken zuwendet und durch die Wandung der Schale auf die beiden Schafböcke zu blicken scheint. Auf einem Blütenzweig über dem Tier sitzt ein roter Schmetterling. Zwischen den beiden Szenen befindet sich eine Inschrift mit einem Gedicht: Weiße Blüten verhüllen Kelch für Kelch die Kerze; leuchtende Perlen bersten Stück für Stück die Koralle.

In der Qing-Dynastie wurden neben den Blauweiß-Porzellanen auch solche Porzellane entwickelt, die mit Emailfarben bemalt wurden. Sie wurden in Frankreich in familles ("Familien") gegliedert: famille verte-Porzellan weist eine leuchtend grüne Glasur auf, famille rose-Porzellan eine rosa- bis lilafarbene.

Qing-Dynastie, 1. Hälfte 19. Jahrhundert
Porzellan, Überglasurfarben
Inv.-Nr. V 11.159, V 11.160
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Foto: Shahrokh Shalchi

druckfähige Datei (730 KB)

Sitzender Budai

Der Budai ist eine beliebte Gestalt der populären chinesischen Glaubenspraxis und wird als Gott der Glückseligkeit und Zufriedenheit verehrt. Er geht zurück auf einen Bettelmönch des 10. Jahrhunderts und steht u.a. für die Tugend der Genügsamkeit. Dieser freundlich lächelnde, dickleibige Budai sitzt mit untergeschlagenem rechten und aufgestelltem linken Bein auf dem Boden und hält eine lange Gebetskette in der rechten Hand. Mit der linken Hand umfasst er den Zipfel seines Bettelsackes mit seinen Habseligkeiten. Nach buddhistischer Glaubensvorstellung gilt er als "Buddha Maitreya", d. h. als "Buddha der zukünftigen Welt". 

Ming-Dynastie, 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts
Porzellan, Unterglasurblau
Inv.-Nr. V 10.939 (ehemals Sammlung Max von Brandt)
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Foto: Shahrokh Shalchi

druckfähige Datei (1,7 MB)

Kerzenhalter des Tang Ying

Die nach europäischen Vorbildern gefertigten Kerzenhalter bestehen aus jeweils vier zusammengesteckten Einzelteilen. Ranken, Blüten und das Glück verheißende Ruyi-Muster bestimmen die horizontalen Bänder des Dekors. Auf dem Fuß jedes Leuchters befindet sich eine Inschrift, die den Stifter, die Datierung und den Zweck der Kerzenhalter benennt: "Der Oberaufseher der Arbeiten der Yangxin-Halle [im kaiserlichen Palast], durch kaiserlichen Befehl Leiter der keramischen Manufakturen in Jiangxi, gleichzeitig Beauftrater für die Zölle der drei Zollämter Huai, Su und Hai in Jiangnan sowie der Zollämter Jiujiang, Hukou und Dagutang in Jiangxi, Sekretär für Weidetiere des Ministeriums des kaiserlichen Haushalts und gleichzeitig mit dem 5. Ehrenrang versehener Bannerkompanieführer, Tang Ying aus Shenyang [Mukden], er hat den fünfteiligen Altaraufsatz [Wu Gong, bestehend aus Weihrauchbrenner, den zwei Kerzenhaltern und zwei Vasen] ehrfürchtig anfertigen lassen und gläubig [für den Opferaltar] vor der Guanyindashi Tempelhalle am östlichen Ende der Zweiten Straße im Dorf Changdian, an der Nordschleuse, außerhalb des Dongzhi Men [des östlichen Haupttores von Beijing] gestiftet, zur immerwährenden Verehrung, am 1. Tag des 10. Monats im 5. Jahr [der Regierung von Kaiser] Qianlong der großen Qing[-Dynastie]" (zitiert nach Wiesner 1981, S. 108).

Tang Ying war einer der großen und vielseitigsten Künstler der Qing-Dynastie. Von 1736 bis zu seinem Todesjahr 1756 war er Vorsteher der kaiserlichen Porzellanmanufakturen in Jingdezhen.

Qing-Dynastie, datiert 1740
Porzellan, Unterglasurblau
Inv.-Nr. V 10.973, 10.974 (ehemals Sammlung Max von Brandt)
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Foto: Shahrokh Shalchi

druckfähige Datei (2,1 MB)

Teller mit Drachen

Auf Außen- und Innenwand des Tellers, der auf einem Fußring steht, sind jeweils vier fünfklauige Drachen dargestellt, die sich paarweise die Köpfe zuwenden und von Wokenmotiven umgeben sind. Im Zentrum befindet sich eine Perle, um die sich ein weiterer Drache windet. Während der Drache übernatürliche Gewalten und die kaiserliche Macht verkörpert, steht die Perle - das Chintamani oder Wunschjuwel - als buddhistisches Symbol für die Wunscherfüllung. Das Wellenmotiv auf dem Fußring wird von roten Blüten und stilisierten Blattmotiven durchbrochen. 

Qing-Dynastie, Qianlong-Marke und -Periode (17351796)
Porzellan, Unterglasurblau, Überglasureisenrot
Sechszeichensiegelmarke in Unterglasurblau
Sammlung Ohlmer, Inv.-Nr. V 11.150
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Foto: Shahrokh Shalchi

druckfähige Datei (1,5 MB)

Pilgerflasche mit den "Acht buddhistischen Symbolen"

Früheste Vorbilder für das Dekor dieser Flasche finden sich bereits im 15. Jahrhundert. Auf Vorder- und Rückseite des Gefäßes sind die "Acht buddhistischen Symbole" (Ba Jixiang) in den Blättern einer stilisierten Lotusblüte dargestellt. Ausgehend vom Rad des Gesetzes (Mitte unten) sind dies: das Schneckenhorn, das Siegesbanner, der Ehrenschirm, die Lotusblüte, die Schatzvase, das Fischpaar und der endlose Knoten.

Auf Hals, Fuß und Schmalseite der Flasche befinden sich Bänder mit Lotusblüten, Ruyi-Symbolen und Lingzhi-Pilzen  daoistischen Symbole für die Unsterblichkeit.

Qing-Dynastie, Qianlong-Marke und -Periode (17351796)
Porzellan, Unterglasurblau
Sechszeichensiegelmarke in Unterglasurblau
Inv.-Nr. V 10.911 (ehemals Sammlung Max von Brandt)
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Foto: Shahrokh Shalchi

druckfähige Datei (1,4 MB)

Gelbe Vase mit Drachen und floralem Motiven

Das Dekor der schlanken, leicht bauchigen Vase mit hohem Hals und ausladender Lippe verbindet zwei verschiedene Techniken: So sind die stilisierten Drachen auf den drei erhabenen Medaillons, der ebenfalls erhabende Lotusblätterkranz am Boden sowie die floralen Motive auf Schulter und Hals der Vase in Unterglasurblau ausgeführt. Die gelbe und grüne Glasur wurde dann nach dem ersten Brand auf die noch unglasierten Bereiche aufgetragen, wobei eingeritzte Linien das Verlaufen der Farben verhinderten  eine Technik, die als Sancai bezeichnet wird. 

Qing-Dynastie, Qianlong-Marke und -Periode (17351796)
Porzellan, Unterglasurblau, gelbe und grüne Glasur
Sechszeichensiegelmarke in Unterglasurblau
Sammlung Ohlmer, Inv.-Nr. V 10.924
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Foto: Shahrokh Shalchi

druckfähige Datei (2,1 MB)

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