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Nutzungsbedingungen

Wir danken für die Beachtung folgender Nutzungsbedingungen:

  • Die kostenlose Nutzung der Pressebilder ist nur für die unmittelbare Berichterstattung über die Ausstellung „Mit 80 Objekten um die Welt“ im Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim (11.02.2017 - 30.01.2018) gestattet.
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"Modell eines Kajaks"
Nordamerika, Alaska
Seehundsdarm, Holz
erworben 1900
Roemer-Museum, Inv.-Nr. V 2.439
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Foto: Sh. Shalchi

Das Kajak stammt laut Inventarbuch aus Grönland, ist aber durch seine Bauweise eindeutig regional der Nordwestküste Nordamerikas zuzuordnen. Diese Kajaks waren ursprünglich nur für zwei Personen. In der Kontaktzeit mit den Russen, Alaska gehörte bis 1867 zum russischen Zarenreich, wurden dann dreisitzige Boote gebaut. Auch durch die verschiedenen Hüte der Figuren ist die Herkunft des Modells zu unterstützen. Die hintere Person trägt einen typischen Augenschirm der Bewohner der Alëuten. Die Schirme aus über Dampf gebogenem Holz schützten die Augen vor dem Sonnenlicht. Die mittlere Figur wiederum hat einen geflochtenen und bemalten Hut auf, der in seiner Form denen der Haida entspricht. Sie leben in einigen Regionen des heutigen kanadischen Bundesstaates British Columbia und im südöstlichen Alaska. Die dritte Figur ist nicht so eindeutig zu identifizieren. Es gibt jedoch Mützen im zaristischen Russland des 19. Jahrhunderts, die eine ähnliche Form haben. Damit sind alle möglichen Ethnien der Region Alaska im 19. Jahrhundert in diesem Boot versammelt und bestätigen die Herkunft Nordwestküste. Alle Personen tragen die typischen wasserdichten Parkas aus Seehundsdarm, die echte Kajakfahrer beim Kentern trocken hielten. 

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Gedenkkopf
Westafrika, Benin
16.-18. Jahrhundert Bronze
Roemer-Museum, Inv.-Nr. V 6.334
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Foto: Sh. Shalchi

Die Gedenkköpfe der Herrscher im Königreich Benin waren stark idealisiert. Sie sehen sich alle sehr ähnlich. Die Köpfe für die Königinmütter sind durch ihre gebogene Kopfbedeckung von denen der Herrscher unterscheidbar.

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Brustschmuck (lei niho palaoa)
Ozeanien, Hawai'i,
frühes 19. Jahrhundert
Pottwalzahn, menschliches Haar, Pflanzenfaserschnur
Roemer-Museum, Inv.-Nr. V 42
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Sh. Shalchi

Der Brustschmuck aus Menschenhaar und Pottwalzahn war ein Standessymbol der Elite Hawai'is und wurde von Frauen wie Männern getragen. Der menschliche Kopf ist der Körperteil mit der stärksten übernatürlichen Kraft (mana). Menschliche Haare verstärken daher mit ihrem mana die Kraft des Brustschmuckes und des Trägers.

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Teller
Ostasien, China 1740
Porzellan, Unterglasurblau
Roemer-Museum, Inv.-Nr. V 11.017
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Foto: Sh. Shalchi


Besonders interessant ist der chinesische Teller. Die Motive darauf gehen auf einen holländischen Maler zurück, der sie für die Holländisch-Ostindische Compagnie malte. Sie gelangten dann über Indonesien nach Kanton, China. Dort wurden sie z. B. für den Teller übernommen und als Chinaporzellan wieder nach Europa exportiert.

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Story knife Yup'ik
Nordamerika, Alaska
gesammelt 1881-1883 Narwalzahn
Roemer-Museum, Inv.-Nr. V 2.465
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Sh. Shalchi

Yup'ik-Mädchen benutzten Messer wie dieses, um Geschichten zu illustrieren, die sie sich ausdachten und einander erzählten. Dazu zeichneten sie Bilder in Schnee oder Schlamm. Daher heißen diese Objekte, die Väter für ihre Töchter schnitzten, "Storyknife" ("Geschichtenmesser", Yup'ik: yaaruin). Sie waren aus Walrosselfenbein, Holz oder Knochen. Auch heute noch erzählen sich Yup'ik-Mädchen Geschichten, bebildern sie aber mit Hilfe einfacher Küchenmesser.

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Gefäß
Ostasien, Japan
erworben 1901
Roemer-Museum, Inv.-Nr. V 4.278
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Foto: Sh. Shalchi

Die Schale zeigt eine Szene aus dem in Japan sehr populären Sumo-Ringen. Der Ringer ist an seinem Schurz als ranghöchster Kämpfer, yokozuna, zu erkennen. Auf der anderen Seite des Gefäßes ist der Ringrichter zu erkennen, der den für ihn typischen Fächer in der Hand hält. Die Farbe der Quasten am Fächer markiert den Rang des Unparteiischen. Man sieht außerdem die Reisstrohwülste, die den Ring begrenzen. Fällt heute einer der Ringer, die bis 200 kg wiegen, über diese Begrenzung aus dem Ring landet er auf den Zuschauern, die direkt am Ring sitzen. Dadurch kommt es immer wieder zu Verletzungen nicht nur bei den Ringenr, sondern auch bei den Zuschauern.Die Anfänge des Sumoringens liegen ca. 1.500 Jahre zurück und waren ursprünglich eine religiöse Zeremonie mit Gebeten, die eine reiche Ernte bringen sollte.Bis heute ist der Sport in Japan sehr beliebt und die Ringer der höchsten Ränge verdienen hohe Prämien bei Siegen.

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Maske des Kyogen-Theaters "Pfeifer"
Ostasien, Japan
19. oder 20. Jahrhundert
gefasstes Holz, Schnur
Roemer-Museum, Inv.-Nr. VkN 61
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Sh. Shalchi

Kyogen hat als Theater das Ziel, das Publikum zum Lachen zu bringen. Das No-Theater hingegen ist sehr ernsthaft und formal. Kyogen wird als komisches Intermezzo zwischen den Akten der No-Stücke aufgeführt.

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Nussknacker
Europa, Deutschland, Hildesheim(?)
zwischen 1950 und 1975
Holz, farbig gefasst
Roemer-Museum, Inv-Nr. H 11.598
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Sh. Shalchi

Die Rüstungen aus Kiribati, Ozeanien, mussten ihre Träger gegen mit Haifischzähnen besetzte Waffen schützen. In den Kokosfaserschnüren des Harnischs verhakten sich die Zähne. Der Kopf wurde durch einen Kugelfisch-Helm geschützt. Er ist bei dem Nussknacker gut zu erkennen. Außerdem gehörten eine Hose und Armstulpen aus Kokosschnur zur Rüstung.

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Storyboard "Das letzte Abendmahl"
Ozeanien, Melanesien, Papua-Neuguinea, Prov. Morobe, Lae
2012/13
Schnitzer: Malcolm
Holz
Privatsammlung
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Sh. Shalchi

Geschichten werden von der indigenen Bevölkerung Pa- puaNeuguineas häufig in Holz geschnitzt. Dieses sogenann- te storyboard zeigt drei Begebenheiten aus den letzten Ta- gen im Leben Christi: das Abendmahl, das Gebet im Garten Gethsemane und die Verhaftung durch die römischen Legi- onäre. Alle finden in einem traditionellen Dorf der Region statt. Die Beteiligten tragen Lendenschurze oder Baströcke, Frauen mit Tragenetzen (bilums) gehen vorbei und ein Helmkasuar steht oben rechts zwischen den Palmen.

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Figur im Colon-Stil
Afrika, Togo, Lomé,
1996
Holz, Farbe
Roemer-Museum, Inv.-Nr. V 10.473
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Foto: Sh. Shalchi

Colon-Figuren sind Skulpturen, die in der Kolonialzeit in Afrika entstanden. Sie zeigen überwiegend Angehörige des kolonialen Systems aus der Perspektive der indigenen Bevölkerung. Wichtig in der Darstellung sind europäische Attribute wie der Tropenhelm, Anzug und Krawatte. Die Figuren zeigen die Auseinandersetzung der Bevölkerung mit dem für sie Anderen - den Europäern.

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Maske kavat
Baining, Ozeanien, Melanesien, Neubritannien, Gazelle-Halbinsel
1982
Rohr, Rindenbaststoff, bemalt
Roemer-Museum, Inv.-Nr. V 9.682
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Sh. Shalchi

Die Masken der Baining sind keine Darstellungen von übernatürlichen Wesen. Sie scheinen die ästhetische und performative Umsetzung von Spiritualität und Transzendenz zu sein. Bei den Feuertänzen, zu denen sie getragen werden, springen die Tänzer über das Feuer oder treten glühende Holzscheite durch die Luft.

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Schattenspielfigur "Arjuna"
Südostasien, Indonesien, Java
um 1960
Horn, Leder, farbig gefasst, Wollfaden
Roemer-Museum, Inv.-Nr. V 8.641
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Sh. Shalchi

Die Figuren stammen aus dem Wayang Kulit. Es ist das bekannteste Wayang (darstellende Spiel) Indonesiens. Sie werden aus Büffelhaut angefertigt und sind regional sehr unterschiedlich. Die Herstellung dauert mehrere Wochen. Die gezeigten Geschichten stammen überwiegend aus dem Ramayana und dem Mahabharata, den beiden großen indischen Nationalepen.

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