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Nutzungsbedingungen

Wir danken für die Beachtung folgender Nutzungsbedingungen:

  • Die kostenlose Nutzung der Pressebilder ist nur für die unmittelbare Berichterstattung über die Ausstellung „Welt Weites Wissen - Zum 200. Geburtstag des Museumsgründers Hermann Roemer“ im Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim (06.08.2016 - 26.02.2017) gestattet.
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Das letzte Porträt Hermann Roemers
Rötelzeichnung von Friedrich Küsthardt, 1893
Roemer-Museum, Inv.-Nr. S 4696
© Roemer- und Pelizaeus-Museum

druckfähige Datei (1,9 MB)

Senator Hermann Roemer
Fotografie, um 1865
Roemer-Museum, Inv.-Nr. H 2642
© Roemer- und Pelizaeus-Museum

druckfähige Datei (1 MB)

Roemer-Museum
Eingangssituation mit den Stifterfiguren Johannes Leunis (hinten links) und Friedrich Adolph Roemer (hinten rechts) sowie dem Denkmal Hermann Roemers von Ferdinand Hartzer
Fotografie, 1895
Stadtarchiv Hildesheim, SAHi-953-0314
© Stadtarchiv Hildesheim

druckfähige Datei (1,4 MB)

Statue des Kouros von Tenea
Abguss
Gips, patiniert
1874/75 von der Gispformerei in Dresden erworben
Roemer-Museum, o. Inv.-Nr.
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Foto: Sh. Shalchi

Original: Griechenland, Korinth, Nekropole von Tenea
(um 560/50 v. Chr.)
Parischer Marmor
München, Glyptothek Nr. 168

druckfähige Datei (803 KB)

Maske
USA, Alaska/Yup’ik
Federn, Holz, Leder, Farbe
Vor 1883
Roemer-Museum, Inv.-Nr. V 2443
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Foto: Sh. Shalchi 

druckfähige Datei (1,9 MB)

Diese Maske aus der Sammlung von Johan Adrian Jacobsen (1853-1947) stellt einen thungëk dar, ein Geistwesen, das als Herr der Tiere angesehen wurde und den Menschen gefährlich werden konnte, wenn man es nicht gut behandelte.

Der norwegische Seemann Johan Adrian Jacobsen warb ab 1877 zunächst für die Völkerschauen von Carl Hagenbeck Samen, Indianer und Eskimos an. Über diese Tätigkeit kam er in Kontakt mit Adolf Bastian, dem Gründer des Berliner Völkerkundemuseums. In Bastians Auftrag reiste Jacobsen von 1881 bis 1883 an die amerikanische Nordwestküste und in das nördliche Alaska.

Die Sammlung, die er in dieser Zeit zusammentrug, umfasst insgesamt mehr als 7000 Objekte und wurde zwischen den Völkerkundemuseen in Berlin und Leipzig geteilt. Auch das Roemer-Museum in Hildesheim erwarb 1883 aus der Sammlung Jacobsen eine kleine, aber hochwertige Zusammenstellung von Masken und Alltagsgeräten der Yup’ik aus Alaska.

Skelett eines Riesenhirsches
Roemer-Museum, o. Inv.-Nr.
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Foto: K. Freise

druckfähige Datei (1,6 MB) 

Das Skelett dieses ca. 10.000 Jahre alten Riesenhirsches wurde im irischen Hochmoor gefunden und Ende des 19. Jahrhunderts für das Museum angekauft. 

Ei des Madagaskarstrauß (Aepyornis maximus)
Subrezent (einige hundert oder tausend Jahre vor heute)
Roemer-Museum, o. Inv.-Nr.
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Foto: Sh. Shalchi

druckfähige Datei (2,3 MB)

Dieses Ei wurde an der Westküste Madagaskars gefunden und besitzt ein Fassungsvermögen von 7,67 Litern, das entspricht etwa 120 Hühnereiern. Weltweit sind nur 20 vollständige Aepyornis-Eier bekannt. Dieses Ei wurde von Hermann Roemer um 1880 für 850 Reichsmark gekauft.

Der flugunfähige Madagaskarstrauß gehört zu den Elefantenvögeln, einer Familie der Laufvögel. Er wurde möglicherweise erst im 17. Jahrhundert durch Seefahrer ausgerottet.

Hundshai (Galeorhinus galeus)
Nordsee
Präparat aus dem 19. Jahrhundert
Roemer-Museum, o. Inv.-Nr.
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Foto: Sh. Shalchi

druckfähige Datei (1,6 MB)

Heimische, europäische und exotische Säugetiere, Reptilien und Vögel aus den zoologischen Sammlungen des Roemer-Museums
Präparate aus dem 19. Jahrhundert
Roemer-Museum, o. Inv.-Nr.
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Foto: Sh. Shalchi

druckfähige Datei (2,3 MB)

Historisches Foto des Roemer-Museums: Blick in den ehemaligen Chorraum der Martinikirche
Um 1870
© Stadtarchiv Hildesheim, SAHI-979-02-003--22

druckfähige Datei (1,5 MB)

Die vielseitigen Sammlungsaktivitäten des Museumsvereins in der ersten Dekade nach seiner Gründung führten dazu, dass die angemieteten Ausstellungsräume für das Museum bald nicht mehr ausreichten. Ab 1850 bemühte sich der Verein deshalb um den Bau oder Erwerb eines eigenen Museumsgebäudes. Die Suche hatte 1855 mit dem Erwerb der von ihrer Gemeinde aufgegebenen Martinikirche endlich Erfolg. Damit wurde eines der kulturhistorisch interessantesten Gebäude der Stadt zum Museum.

Die im 13. Jahrhundert fertiggestellte Kirche, die im 14. und 15. Jahrhundert mehrfach erweitert wurde, gehörte von 1246 bis zur Einführung der Reformation im Jahre 1544 zu einem Franziskanerkloster. 1556 erwarb die Stadt Hildesheim die Klostergebäude, um sie als Hospital herzurichten. 1691 richtete der Magistrat im Hospital des Klosters ein Waisenhaus für 22 Kinder ein. 1750 wurde das baufällig gewordene Waisenhaus durch einen Neubau ersetzt. Ab 1754 nutzte die Ratsdruckerei den zweigeschossigen Südflügel des ehemaligen Klostergebäudes. Der Verleger Johann Daniel Gerstenberg pachtete von 1807 bis 1828 die so genannte „Waisenhaus-Druckerei“ und legte dort den Grundstein für das heutige Verlagshaus Gebr. Gerstenberg. Von 1855 bis 1911 erwarb der Museumsverein den gesamten Klosterkomplex, um dort die immer umfangreicher gewordenen Sammlungen ausstellen zu können.

Das Foto zeigt einen Blick in den ehemaligen Chorraum der Martinikirche, der im Rahmen der ersten Erweiterung der Martinikirche um 1370 entstand. Die drei imposanten Rundbogenfenster an der Stirnseite wurden 1979 beim Wiederaufbau der im 2. Weltkrieg zerstörten Kirche nicht wiederhergestellt.

Museum der Zukunft
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Foto: N. Kieslinger

druckfähige Datei (1,9 MB)

18 junge Mitglieder des Museumsvereins (JuMis) zwischen acht und 15 Jahren haben sich aktiv in die Museumsarbeit eingebracht und als „JuMis in action“ die neue Sonderausstellung zum 200. Geburtstag des Vereins- und Museumsgründers mitgestaltet. 

Die jungen Nachfolger Hermann Roemers wählten Objekte aus fünf Sammlungen aus. Diese bearbeiteten sie in fünf Teams zusammen mit den Kuratoren der Ausstellung. Jedes der Teams erforschte, beschrieb, gestaltete und experimentierte auf ganz unterschiedliche Art. Dadurch wurden sie zu Co-Kuratoren und waren mitverantwortlich für die unterschiedlichen Formen der Präsentation sowie Gestaltung ihrer eigenen Vitrinen.

Als Fazit ihrer Arbeit mit den musealen Sammlungen haben die JuMis, ganz im Sinne Hermann Roemers, Objekte aus ihrer Gegenwart gewählt. Diese Zeugnisse ihres Alltags sollen den Menschen der Zukunft einen Eindruck der Lebenswelt im 1. Jahrhundert vermitteln.

Grabplatte des Ritters Burchard von Steinberg
Sandstein
Um 1379
Roemer-Museum, Inv.-Nr. G 159
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Foto: K. Freise

druckfähige Datei (1,4 MB)

Einer der großzügigsten Stifter des Martiniklosters war der „edle“ Ritter Burchard von Sternberg (gest. 1379). Er stiftete zu Lebzeiten zwei Messen und finanzierte auf diese Weise das Kloster und das Wohlergehen der Franziskaner-Mönche. Seine aus feinem Sandstein gearbeitete Grabplatte befand sich ursprünglich hinter dem Altar der
Martinikirche. Auf ihr ist er im Halbrelief unter einer gotischen Bogenarchitektur in voller Ritterrüstung mit Helm, Schwert und Schild mit dem Familienwappen derer von Sternberg in Form eines springenden Steinbocks dargestellt. Zu seinen Füßen liegt ein Hund als Sinnbild der Treue. 

Die Inschrift auf den Seiten gibt Auskunft über die Beziehung des Ritters zu den Franziskanern, denen die Martinikirche um 1246 von Bischof Konrad II. (1221-1246) geschenkt worden war: „Im Jahre des Herrn 1379 am dritten Tag vor den Iden des Februar (3. Februar) starb Herr Burchard von Sternberg der Ältere, Ritter und einzigartiger Freund und der Brüder Wohltäter. Er wurde hier beigesetzt. Seine Seele ruhe in Frieden. Amen.“

Katechismus-Tafel des Nikolaus von Kues
Öl auf Holz
162,5 x 60,5 cm
1451
Roemer-Museum, Inv.-Nr. H 32
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Foto: Sh. Shalchi

druckfähige Datei (2,1 MB)

Der Kardinal und päpstliche Legat Nikolaus von Kues (1401-1464), der sich während einer Visitationsreise vom 8. bis 21. Juli 1451 in Hildesheim aufhielt, ließ – wie der Text einleitend erklärt – die mehr als 1,60 Meter hohe Tafel von einem unbekannten Tafelmaler anfertigen. Sie enthält in niederdeutscher Sprache die vier zentralen katechetischen Formeln: das Vaterunser, das Ave Maria, das Glaubensbekenntnis und die Zehn Gebote. Nikolaus von Kues wollte damit der weit verbreiteten Unkenntnis des Vaterunsers und des Glaubensbekenntnisses abhelfen.

Der schon zu Lebzeiten berühmte Philosoph, Theologe und Mathematiker, reiste nach dem Ende des Baseler Konzils durch Deutschland und trat auch in Hildesheim als Kirchenreformer und Propagandist für die Erneuerung des Papsttums auf.

Die Tafel ist ein bedeutendes Zeugnis der niederdeutschen Sprache und zugleich ein herausragendes Dokument vorreformatorischer Bemühungen um eine Kirchenreform.

Rundbild „Phantasiearchitektur“
Niederlande, H. van Steemwyck d. J. (?)
Öl auf Holz
Anfang 17. Jahrhundert
Roemer-Museum, Sammlung Lüntzel, Inv.-Nr. G 22
© Roemer- und Pelizaeus-Museum

druckfähige Datei (483 KB) 

Gemälde zu sammeln gehörte im späten 18. Jahrhundert in den geistig interessierten Kreisen des vermögenden Bürgertums und des Adels zu den hochgeschätzten Beschäftigungen. In Hildesheim gehörte der Jurist Wilhelm Lüntzel (1759-1815) zu einem Kreis von Kunstliebhabern, die ihre Sammlungen nach modernen systematischen Prinzipien anlegten. Durch Mitglieder seiner Familie, die sich später um die Museumsgründung verdient machten, gelangte ein kleiner Teil der Gemälde Lüntzels in den Besitz des Roemer-Museums.

Das Rundbild „Phantasiearchitektur (Durchmesser 37,7 cm) zeigt die zentralperspektivisch konstruierte Ansicht eines Gebäudes an einem mittelalterlichen Platz. Der Maler kopierte ziemlich genau einen Stich des Paul Vredeman de Vries, der 1605 erschien. Das Gemälde repräsentiert den Anfang der bedeutenden niederländischen Architekturmalerei des 17. Jahrhunderts.

„Seifenblasende Putti“
Wrisbergholzen, Fayence-Manufaktur
Fliesen
1751-1755
Roemer-Museum, Inv.-Nr. K 557
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Foto: K. Freise

druckfähige Datei (2,1 MB)

Das auf sechs Großfliesen und 14 Rahmenfliesen dargestellte Motiv der „seifenblasenden Putti“ findet ein unmittelbares Vorbild in der Supraporte (einem über der Tür angebrachten Bild) im Schloss Clemenswerth im Emsland. Inhaltlich stehen die seifenblasenden Putti für die Vergänglichkeit, in der Kunstgeschichte auch als „Vanitas“ bezeichnet.

Dieses Fliesenbild wurde zwischen 1751 und 1755 in der renommierten Fayence-Manufaktur in Wrisbergholzen als Auftragsarbeit für das gleichzeitig errichtete Schloss Ruthe bei Sarstedt geschaffen. Bauherr war kein geringerer als Fürstbischof Clemens August (1724-1761), der an der Stelle eines alten Herrenhauses ein prächtiges Rokokoschloss mit einer weitläufigen Gartenanlage errichten ließ. Nach Entwürfen des Hildesheimer Landbaumeisters Georg Höfer entstand eine äußerst repräsentativ ausgestattete Schlossanlage. Neben der prachtvollen Schlosskapelle beeindruckte vor allem das vollständig mit Wandfliesen versehene Jagdzimmer.

1891 brannte das Schloss völlig nieder. Gerettet wurden vor allem die Fliesen und Kachelöfen des Jagdzimmers. Davon erwarb Hermann Roemer für sein Museum dieses bedeutende Fliesenbild.

Ludwig der Fromme und Bischof Gunthar
Öl auf Leinwand
Hermann Prell
Um 1892
Roemer-Museum, Inv.-Nr. HK 2661
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Foto: Sh. Shalchi

druckfähige Datei (2,8 MB)

Zwischen 1883 und 1887 wurde das Hildesheimer Rathaus von Stadtbaumeister Gustav Schwartz im Sinne des Historismus umfassend erneuert. Den krönenden Abschluss der Arbeiten bildete 1892 die künstlerische Ausgestaltung des Ratssaales. Vor allem die monumentalen Fresken des Historienmalers und Bildhauers Hermann Prell (1854-1922), der auch Professor der Dresdner Kunstakademie war, lockten wahre Besucherströme in das Rathaus. Die in Freskotechnik ausgeführten Wandbilder erzählten wichtige Ereignisse aus der Geschichte Hildesheims und zeigten neben Allegorien zudem Hildesheims bedeutendste Persönlichkeiten, darunter auch Hermann Roemer.

Die in der Ausstellung gezeigte Farbskizze diente als Vorlage für die Ausführung in Freskotechnik. Sie zeigt Kaiser Ludwig den Frommen und seine Gemahlin Irmingard, die im Jahre 815 Bischof Gunthar das neugegründete Bistum Hildesheim verleihen. Dieses Bildmotiv befand sich an der Südseite des Rathaussaales und wurde zusammen mit der gesamten Ausstattung am 22. März 1945 zerstört.

Windbrett vom Knochenhauer-Amtshaus
Fichtenholz, farbig gefasst
1529
Roemer-Museum, Inv.-Nr. H 4057
© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Foto: Sh. Shalchi

druckfähige Datei (2,6 MB)

1852 wurden sämtliche Windbretter des Knochenhauer-Amtshauses abgenommen und durch neue ersetzt. Zwei der überflüssig gewordenen Bretter gelangten später in das Andreasmuseum. Nur das hier ausgestellte ist noch vorhanden. Es zeigt das Brustbild eines Mannes. Seine Linke weist auf einen Beutel oder Becher.

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