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Verschiedene Keramiken der Vicús-Kultur

©RPM, Foto: S.Werner

Die Vicús-Kultur ist benannt nach dem gleichnamigen Berg am Rande der Sechura-Wüste im Norden des heutigen Peru. Hundert Kilometer von der Küste entfernt ist das Gebiet vor allem durch Sandhügel gekennzeichnet. Als eigenständige Kultur wurde Vicús erst Mitte der 190er Jahre definiert. Bis heute ist diese Kultur wenig bekannt. Die natürlichen Proportionen der Figuren sind häufig ins Groteste verzerrt.

Viele der Gefäße sind Pfeifgefäße. Die Tonhöhen können durch eingeblasenen Luftstrom variiert werden. Eine weitere Keramikvariante sind ringförmige Gefäße. Sie können wie bei dem abgebildeten Gefäß an einer Seite offen sein. Die dargestellten Tiere werden als tropische Wiesel (Mustela africana) bezeichnet. Auch bei diesem Gefäß handelt es sich um ein Pfeifgefäß. Die Luftlöcher verlaufen von den Ohren der Wiesel bis zur Nase. An den Außenseiten befinden sich jeweils zwei weitere Löcher.

Pfeifgefäß, Südamerika, Peru, genauer Fundort unbekannt, Vicús-Kultur, 100 v. Chr. - 300 n. Chr., Keramik mit Negativ-Bemalung, V 10.650

Mumie eines Krokodils

©RPM, Foto: S.Werner

Das Krokodil war das heilige Tier des Gottes Sobek. Verehrt wurde die Riesenechse vor allem in Kôm Ombo und in der Halboase Fayum. Durch die Erhebung des Tieres in einen göttlichen Status wurde gleichzeitig die Gefahr gebannt, die von Krokodilen ausgeht.

Organisches Material, Bitumen, Fundort unbekannt, wohl Kôm Ombo, Ptolemäerzeit, 332 v. Chr. - 30. v. Chr., PM 2133

Der historische Marktplatz um 1850 als Modell im Stadtmuseum im Knochenhauer-Amtshaus

©RPM, Foto: J.Hoyer

Das Rathaus wird in dem Zustand vor dem großen Umbau von 1883-92 gezeigt, also noch mit seinen ursprünglichen Seitenfassaden. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es nur den einen Turm, die sogenannte "Lilie", sein heutiges Gegenstück sowie der große Treppengiebel an der Marktseite existieren erst seit den tiefgreifenden baulichen Veränderungen durch Stadtbaumeister Schwartz. 

Gefertigt um 1980, Modellbauer bisher unbekannt, Holz, Spanplatte, Pappe, Kunststoff, farbig gefasst, Stadtgeschichtliche Sammlung des Roemer-Museums.

Sitzfigur der Göttin Sachmet

©RPM, Foto: S.Werner

Im Mut-Tempel von Karnak standen die Sachmet-Statuen vorne thronend, hinten schreitend in zwei Reihen. Die Beischrift dieser Sitzfigur bezeichnet die Dargestellte aus "Sachmet, Herrin der westlichen Küste". Sie deckt damit den Aspekt der Totengöttin ab.

Granit, Oberägypten, Theben, Karnak Mut-Tempel, Neues Reich, 18. Dynastie, Amenophis III., ca. 1388-1351 v.Chr., PM 2153

Bhairawa Statue

©RPM, Foto: S.Werner

Am Arne-Eggebrecht-Weg hinter unserem Museum steht die Bhairawa-Statue, ein Abguss des Originals aus dem Indonesischen Nationalmuseum Jakarta. Dargestellt ist der Hindu-Gott Shiwa in seiner Erscheinungsform als Zerstörer und Herr über die Toten, "Bhairawa" genannt. Die Statue wurde für die Ausstellung "Versunkene Königreiche Indonesiens" 1995 im RPM nachgebildet.

Das Original aus dem 14. Jahrhundert wurde 1906 auf West-Sumatra in der Nähe des Oberlaufs des Flusses Batang Hari ausgegraben. Seine Charakteristika weisen auf eine synkretistische Verbindung aus Hinduismus und Buddhismus hin. Es wird vermutet, dass er mit Ādityawarman, einem Herrscher aus West-Sumatra, in Verbindung steht und ihn vielleicht sogar als Bhairawa darstellt.

An seinen Schienbeinen sind dunkle Stellen zu erkennen, an denen Dorfbewohner ihre Messer an der umgestürzten Statue geschärft haben. An der Seite der Basis befinden sich Löcher, die darauf hinweisen, dass sie durch die Nutzung als Reisstampfer entstanden sind.

Abguss, Indonesien, Sumatra, hinduistisch-buddhistische Epoche, 13./ 14. Jh., H 4,41

Kopf von der Hülle einer Schakalsmumie

©RPM, Foto: S.Werner

Neben Särgen gehörte zu einer Tierbestattung - genau wie beim Menschen - eine Hülle aus Kartonage oder wie im vorliegenden Fall aus Stuck. Denn für den ägyptischen Glauben ist nicht nur die ewige Versorgung des Menschen, sondern auch die der Tiere bedeutsam.

Stuck, Fundort unbekannt, vielleicht Tuna el-Gebel, Spätzeit bis Ptolemäerzeit, 664-30 v. Chr., PM 2125

Das Tal der Könige

©RPM, Foto: S.Shalchi

"Faszination Ägypten - Frühe Grafiken & Aquarelle von David Roberts und Louis Haghe". 

Nachdem Roberts den Tempel Sethos' I. hinter sich gelassen hatte, kam er bald in das Tal der Könige. Der Maler hatte bereits am 22. Oktober eine Exkursion hierher gemacht, aber kein Bild angefertigt, sondern lediglich Notizen über die eindrucksvollen Gräber gemacht, insbesondere über das von Sethos I., das erst 21 Jahre vorher von Goivanni Belzoni entdeckt worden war. Das wellenförmige Tal der Könige erstreckt sich, umgeben von schroffen Felsen, am Fuße des Berges el-Qurn, dessen dreieckige Form an eine Pyramide erinnert. Hier befinden sich die Grabstätten von Königen der 18.,19. und 20. Dynastie. Der arabische Name dieses Ortes, Biban-el-Muluk, was "die Tore des Königs" heißt, weist auf die Eingänge zu diesen in Kalkstein gehauenen Grabstätten hin.

03. Dezember 1838, orig. Aquarellzeichnung, unsigniert aber David Roberts (1796-1864) zugeschrieben als Vorlage für eine Lithografie von Louis Haghe gearbeitet, Inv. Nr. PM4579 

Waxaklajuun Ub'aah K'awiil "18 Kaninchen"

©RPM, Foto: S.Werner, Text: A.Nicklisch

Waxaklajuun Ub'aah K'awiil ließ sich als Herrscher von Copán mit seiner Frau auf einer Stele darstellen, in deren Inschrift die Stadt neben Palenque, Tikal und Calakmul als eine der vier großen Städte der Maya bezeichnet wird. Die Bautätigkeit stieg während seiner Herrschaft sprunghaft an. Einerseits wurden die zahlreichen, heute noch sichtbaren Stelen auf dem Großen Platz errichtet, wozu man auch einige Bauten abriss und ihren Untergrund einebnete; andererseits überbaute man viele der damals stehenden Gebäude des Zeremonialbezirks neu oder renovierte sie, ebenso wie den Ballspielplatz.

Den ersten Ballspielplatz Copáns legte man im 5. Jahrhundert n. Chr. unter dem ersten Herrscher der Stadt an. Er wurde mehrere Male überbaut; der heutige Platz stammt aus dem frühen 8. Jahrhundert, der Regierungszeit von Waxaklajuun Ub'aah K'awiil. Er ließ sich auf dem mittleren Markierstein als Ballspieler im Wettstreit gegen die Götter abbilden. 

Waxaklajuun Ub'aah K'awiil "18 Kaninchen" (*695 n. Chr.-736/738 n. Chr., ab 710 Herrscher von Copán, heute Honduras)

Das Käschschwert

©RPM, Foto: J.Hoyer

Heute zum nahenden Jahreswechsel möchten wir euch das sogenannte Käschschwert oder auch "Das Schwert zur Abwehr böser Geister" präsentieren. Es besteht aus aufgereihten Münzen von geringem Wert. Davon leitet sich auch die Bezeichnung ab, die sich in Sanskrit oder Tamil auf eine Münze mit geringem Wert oder ein kleines Geldstück bezieht. Wichtig hierbei war die Menge der verwendeten Münzen. 108 galt als Glückzahl. Ebenso waren die Münzschwerter in der daoistischen Harmonielehre Fengshui von Bedeutung. Sie wurden zur Zeit der Geburt eines Kindes oder von Hochzeitspaaren horizontal über dem Bett aufgehangen. So sollten sie böse Geister und Dämonen fernhalten. 

Qing-Dynastie, vor 1885, Metall, Holz, Schnur, Münzen, RPM, Inv.-Nr. V 4.707

Bücherschrank

©RPM, Foto: S. Werner

Den Schrank brachte Ernst Ohlmer (*21. März 1847 in Betheln; † 1. Januar 1927 in Hildesheim) aus China mit. Er ist im Stil eines chinesischen Ahnenschreins gestaltet. Schränke dieser Art wurden offenbar als Souvenirs an Europäer verkauft. Ein fast identischer Schrank ist im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover zu sehen.

Hathor Kapitell

©RPM, Foto: S. Werner

Das Kapitell zeigt auf allen vier Seiten das Gesicht der Göttin Hathor mit Kuhohren und einer schweren Perücken, die seitlich gebunden und mit zwei Rosetten verziert ist. Das Gesicht der Göttin ist breit und rundwangig, ihr Mund ist zu einem Lächeln verzogen. Über dem Kapitell saß ursprünglich ein naosförmiges Element auf, das gesondert gearbeitet war. Das für die Verbindung notwendige Zapfelnloch ist noch vorhanden. Der eigentliche Säulenschaft ist verloren gegangen. 

Säulen und Pfeiler mit einem so speziellen Hathor-Kapitell waren schon seit dem Neuen Reich ein typischen Architekturelement in Heiligtümern dieser Göttin. Die Kuhohren spielen darauf an, dass Hathor sich in der Gestalt einer Kuh manifestieren konnte. Sowohl als Himmels-wie als Totengöttin wurde sie gern ganz tiergestaltig dargestellt.

Kalkstein, Fundort unbekannt, Ptolemäerzeit, 2./1. Jh. v. Chr., PM 1885

Ruhender Löwe

©RPM, Foto: S. Werner

Das Motiv des ruhenden Löwen geht auf Vorbilder aus der Mitte des zweiten Jahrtausends v. Chr. zurück. Derartige Statuen wurden im Tempelbereich aufgestellt und symbolisierten die durch den Tempelkult befriedete Macht des Gottes beziehungsweise des Königs.

Kalkstein, Fundort unbekannt, Späte Ptolemäerzeit bis Römerzeit, 1. Jh. v. Chr. bis 2. Jh. n. Chr., RPM, Inv. Nr.: L/Sch2 

Stabaufsatz mit Bronzefigur der Göttin Isis-Selket

©RPM, Foto: S. Werner

Selket oder Selkis ist eine der vier Schutzgöttinnen (Isis, Nephthis, Neith und Selket) des Verstorbenen, der Mumie, des Sarges und Kanopen (Eingeweidekrüge). Sie wird gerade in der Spätzeit auch als Heilgötting verehrt.Sie hat die Skorpionsgestalt der Göttin Selket und eine Krone mit Kuhgehörn und Sonnenscheibe, welche in dieser Zeit auf die Göttin Isis verweist.Selket oder Serket ist seit der 1. Dynastie als Schutzgöttin belegt.

RPM, Inv. Nr.: L/Sch 633
Spätzeit (26.-30. Dynastie, ca. 660-330 v. Chr.)
Fundort unbekannt

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