Grafikslider
Navigationspfad
Hauptinhalt

Zur Entstehung des Roemer- und Pelizaeus-Museums

Das Foyer des Roemer- und Pelizaeus-Museums in Hildesheim

 

Das Roemer- und Pelizaeus-Museum (RPM) und das Stadtmuseum in Hildesheim sind Orte der interdisziplinären und transkulturellen Zusammenarbeit, der Anregung und des konstruktiven Dialogs, an dem man die Vielfalt der eigenen und anderer Kulturen entdecken, erforschen und auf unterschiedlichste Weise interpretiert kann. Sie sind Teil eines Netzwerks, das sich auf wissenschaftliche, vermittlungsorientierte, künstlerische und unterhaltsame Weise mit Objekten und Objektwelten sowie mit deren Produzenten und Rezipienten beschäftigt und auseinandersetzt.

Das RPM verfügt in seinen verschiedenen Abteilungen über außerordentlich kostbare und einzigartige Sammlungsbestände aus allen Kontinenten der Welt, wobei die altägyptische, chinesische und altamerikanische Abteilung von ganz besonderer Bedeutung sind. Es ist ein Museum, das aufgrund der gewachsenen Vielfalt (Naturkunde, Geologie, Paläontologie, Ethnologie, Kulturanthropologie, Antiker Kulturgeschichte, Kunstgeschichte, Stadt- und Regionalgeschichte sowie moderne und zeitgenössische Kunst) einen besonderen Stellenwert in der Museumslandschaft Deutschlands einnimmt. Das RPM repräsentiert sowohl in Hinblick auf seine Sammlungen mit über 400.000 Objekten, als auch in Hinblick auf den Entstehungs- und Entwicklungsprozess des Museums wichtige und einzigartige Aspekte des niedersächsischen Kulturerbes.

Hinter dem Doppelnamen des Hauses stehen die Familiennamen der Begründer des Museums: Hermann Roemer  und Wilhelm Pelizaeus,  1844 rief der Hildesheimer Bürger Hermann Roemer (1816-1894) mit anderen einen Verein zur Gründung eines Museums in Leben; seitdem gilt der Jurist, Senator und Reichstagsabgeordnete Hermann Roemer als Museumsgründer. Er initiierte und finanzierte vielfache Sammlungsbereiche und Ankäufe des Museums. Der Kaufmann Wilhelm Pelizaeus (1851-1930) schenkte der Heimatstadt 1907 eine bedeutende Sammlung ägyptischer Altertümer. Als erste museale Bauten an der Straße "am Steine" dienten die ungenutzte Martinikirche und das 1911 zur Unterbringung der ägyptischen Sammlung erworbene Waisenhaus. Ein repräsentatives neogotisches Vordergebäude, das zwischen 1885 und 1887 errichtet wurde und dem Museumskomplex seine späteres Ausdehnung verlieh,[1] wurde zur Unterbringung der Sammlungen nach 1894 genutzt und nach seinem Mitbegründer Roemer-Museums benannt.

Umfassende bauliche Maßnahmen veränderten den Bau in den 1930iger Jahren, als die Eingangssituation des Waisenhauses erneuert wurde. Nach der Kriegszerstörung der Gebäude - die Bestände waren ausgelagert - folgte ein Neubau teilweise unter Verwendung der alten Bausubstanz, so dass das RPM 1959 neu eröffnet wurde.

Durch breite Unterstützung von Hildesheimer Bürgern und Vereinen konnte in den Jahren 1998 bis 2000 ein Teilneubau für das Museum umgesetzt werden. Im Zuge dieser Maßnahme wurde das RPM 2000 aus der Stadtverwaltung als gGmbH ausgegliedert, und dieser auch die Betriebsführung des Stadtmuseums übertragen, das sich seit 1989 in den Räumen des Knochenhauer-Amtshaus befindet und die stadt- und regionalgeschichtlichen Sammlungen präsentiert.

 

 

Hermann Roemer - Ein Leben für das Museum

Hermann Roemer

„Es gibt keine liebenswertere Stadt als Hildesheim, und nichts ist ehrenvoller, als ihr zu dienen.“

Hermann Roemer


zur Biografie...

Wilhelm Pelizaeus - Kaufmann, Sammler, Museumsgründer

Wilhelm Pelizaeus

"Ich schenke hierdurch der Stadt Hildesheim im Königreich Preußen für das der Stadt gehörende Roemer-Museum meine gesamte in meiner Wohnung in Cairo befindliche Sammlung altägptischer und grecoromanischer Statuetten, Bronzen, Teracotten etc. ..."

Aus der Schenkung Wilhelm Pelizaeus' an die Stadt


zur Biografie...

Werbung