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INKLUSION FÜR HÖRGESCHÄDIGTE MUSEUMSBESUCHER
Die induktive Übertragung bietet neue Möglichkeiten

v.l.n.r..: Michael Gress (ci-shg-hi), Julia Kruse (RPM), Gabriele Fürstenberg (Stadt Hildesheim/Stiftung Johannishof), Meike Stephan (AOK Niedersachsen), Miriam Raabe (Diakonie Hildesheim) Prof. Dr. Regine Schulz (leitende Direktion RPM) ©RPM, Foto: Sh. Shalchi

"Eines der wichtigen Ziele des Roemer- und Pelizaeus-Museums ist es, die kulturellen Angebote unseres Hauses allen Menschen zugänglich zu machen. Deshalb versuchen wir schon seit mehreren Jahren geeignete Hilfsmittel für Menschen mit besonderen Bedürfnissen zur Verfügung zu stellen. Gerade bei Führungen waren aber häufig Menschen mit Hörproblemen stark benachteiligt. Deshalb ist die neue Möglichkeit Höranlagen mit induktiver Übertragung anzubieten, ein sehr guter Schritt voran. Besonders dankbar sind wir der Selbsthilfegruppe für cochleaimplantierte und hörgeschädigte Menschen in Hildesheim. Durch sie und mit der finanziellen Hilfe der AOK, der Diakonie Hildesheim und der Johanneshof-Stiftung konnte nun zum ersten Mal für die Kultureinrichtungen in Hildesheim eine entsprechende Anlage erworben werden. Diese kann nun auch von Besuchern des RPM nach vorheriger Anmeldung genutzt werden", so die leitende Direktorin des RPM, Prof. Dr. Regine Schulz.

Das induktive Hören verhilft den Betroffenen dazu, das Gesprochene besser zu verstehen, weil drei Störfaktoren ausgeklammert werden: schlechte Raumakustik, störende Nebengeräusche und eine weite Entfernung zum Sprecher. Die Technik der induktiven Übertragung ist mit der neu angeschafften FM-Anlage nun auch mobil einsetzbar. Das Signal wird Trägern von Hörgeräten oder Cochleaimplantaten direkt übermittelt. Alternativ kann jeder Besucher des Museums auch über einen ganz normalen Kopfhörer angeschlossen werden. Um auch im RPM beste Bedingungen für Menschen mit Beeinträchtigungen zu schaffen, ist Frau Kruse ständig auf der Suche nach Verbesserungen. Als der Leiter der Selbsthilfegruppe für cochleaimplantierte und hörgeschädigte Menschen in Hildesheim, Michael Gress auf sie zukam und nach einer Übertragungsanlage für eine Gruppenführung fragte, wurde sie tätig. Wo Herr Gress auch nachfragte, es waren keine Gruppenführungen auf diese Weise in Hildesheim zu bekommen. Er beschloss sich um die Finanzierung einer eigenen Anlage zu kümmern, die dann auch von den mitfinanzierenden Partnern zu benutzen sein sollte. Frau Kruse stellte den Kontakt zur Diakonie Hildesheim her. Dort leitet Frau Raabe das Projekt "Hildesheim eine Kulturstadt für alle" welches über die "Aktion Mensch" gefördert wird. Gemeinsam mit der Hildesheimer Johannishofstiftung und der AOK Niedersachsen sorgen sie somit dafür, dass Menschen mit Hörbehinderung Inklusion erfahren und ab jetzt wieder an öffentlichen Veranstaltungen wie dem Besuch von Museen teilnehmen

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