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Ramses in Not!

Dort wo sich heute im Ostdelta des Niltals nur von Kanälen durchzogene grüne Felder erstrecken, unterbrochen von malerischen kleinen Dörfern, erhob sich vor mehr als 3000 Jahren eine der größten Städte der damaligen Zeit. Das war Pi-Ramesse, die Ramsesstadt. Um 1290 v.Chr. gründete Ramses II. ("der Große") eine neue Residenz und Hauptstadt des ägyptischen Reiches. Für etwa 200 Jahre war diese Stadt ein politischer Dreh- und Angelpunkt nicht Ägyptens, sondern des gesamten Ostmittelmeerraumes. Auf mehr als zehn Quadratkilometern wechselten sich großartige Paläste und Tempel, mit Wohn- und Verwaltungsvierteln, Werkstätten, Gärten und Ställen ab. In der Stadt trafen Menschen und Güter aus aller Herren Länder aufeinander, wovon die reichen archäologischen Funde Zeugnis ablegen.

Seit 1980 werden die Reste dieser einstigen Metropole durch ein Team des Roemer- und Pelizaeus-Museums Hildesheim in enger Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnern erforscht. Die Ergebnisse haben das Bild vom Ägypten am Ende des 2. Jahrtausends entscheidend beeinflusst. Der erstmalige Fund einer fast industriellen Großanlage zur Produktion von Bronze hat die Erkenntnisse zur antiken Metalltechnologie revolutioniert. Die Analyse von Funden belegt Handelsnetzwerke für Erze und Rohmetall, die von Zypern bis in den Oman im Südosten der Arabischen Halbinsel reichten. Ein Fragment einer Keilschrifttafel ist Zeugnis internationaler diplomatischer Korrespondenz zwischen den Königen der Großreiche der Zeit. Die Überreste von Pferdeställen für hunderte von Pferden für die königliche Streitwagenarmee, verdeutlichen, wie die Tiere damals gehalten und sogar ihr Urin, u.a. zum Gerben von Leder, genutzt wurde. Neue Grabungen der vergangenen Jahre konzentrieren sich auf das Zentrum der Macht: Einen königlichen Palast, der mit bunten Fresken geschmückt war. Bilder: ©️ "Projekt Ramsesstadt", Fotos: Axel Krause

Warum sind die Grabungen zurzeit so wichtig?

Durch den ständigen Bevölkerungszuwachs in Ägypten, wachsen Dörfer und Städte in rasanter Weise. Auch das das Ostdelta Ägyptens ist davon betroffen. Außerdem, liegen die Fundamente der Stadt dicht unter der heutigen Oberfläche, so dass durch die beständige Nutzung der Felder die antiken Überreste zunehmend beschädigt und vernichtet werden.

Wenn wir dort nicht weiter graben und die Felder anmieten, wird dies das Ende der letzten Überreste der Ramsesstadt sein. Diese Brisanz wird auch vom ägyptischen Antikenministerium gesehen und uns deshalb schon seit Jahren Genehmigung erteilt und Unterstützung gewährleistet.

Warum benötigen wir gerade jetzt Ihre Unterstützung?

Das Projekt befindet sich derzeit in einer Übergangsphase. In den vergangenen Jahren sind verschiedene Kooperationen und Förderungen ausgelaufen. Zwar sind neue Anträge für Drittmittel gestellt, doch muss noch einige Monate auf die Bewilligungen gewartet werden. Gleichzeitig fallen dennoch laufende Kosten, etwa für das Grabungshaus und Wächter an, die nicht ausgesetzt werden dürfen, ohne den Weiterbestand des Projektes zu gefährden. Weiterhin müssen entsprechend der Vorgaben des ägyptischen Antikenministeriums Objekte restauriert werden - Kosten, die ebenfalls bislang nicht gedeckt sind.

Wofür wird das Geld ausgegeben?

Die Kosten der Grabung setzen sich aus den Gehältern der lokalen und internationalen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, den Reisekosten, Arbeitsmaterialien und Kosten für solch profane Dinge wie Gas, Wasser, Elektrizität und Verpflegung zusammen. Darüber hinaus muss ein Kollege vom ägyptischen Antikenministeriums bezahlt werden, der laut der ägyptischen Gesetzgebung bei jedem archäologischen Projekt anwesend sein muss. Schon mit einer kleinen Spende können Sie ganz konkret helfen:

Einige Beispiele:

Für 2€ kann ein Tragekorb für die Grabung gekauft werden.

Mit 4€ kann eine Gasflasche gekauft werden, mit der für etwa zwei bis drei Tage der Herd betrieben wird.

Ungefähr 10€ kostet eine Leerung der Sickergrube des Grabungshauses. Etwa 25€ kostet eine Fahrt vom Flughafen in Kairo zum 120 km entfernten Grabungshaus in Qantir.

Für 50€ kann das Team für einen Tag mit Lebensmitteln versorgt werden.

Mit 160€ werden die Kosten des Inspektors des Antikenministeriums für einen Monat abgedeckt.

Für 300€ kann das Grabungshaus für einen Monat gemietet werden.

Etwa 400€ kostet ein Hin- und Rückflug nach Ägypten für ein deutsches Teammitglied.

Bitte helfen Sie uns! Ramses der Große würde es Ihnen danken.

Bitte helfen Sie uns! Jede Spende hilft!
Ramses der Große wird es Ihnen danken.

Hier können Sie spenden:

Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim
IBAN: DE78 2595 0130 0000 0148 07
BIC: NOLADE21HIK

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