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Die Ethnologische Sammlung des Roemer- und Pelizaeus-Museums

Aus den bescheidenen Anfängen des Gründungsjahres 1844 – die Sammlung umfasste zunächst nur 28 Objekte – entwickelte sich die Ethnologische Sammlung des früheren Roemer-Museums. Heute ist sie eine der ältesten Völkerkundesammlungen Deutschlands, in der fast 12.000 Objekte aus aller Welt versammelt sind. Nur ein geringer Teil dieser Sammlung kann in den Dauerausstellungen des Roemer- und Pelizaeus-Museums präsentiert werden, darunter die bedeutende Alt-Peru-Sammlung sowie hervorragende Beispiele chinesischen Porzellans aus dem 15. bis zum 19. Jahrhundert.

Wesentliche Teile der völkerkundlichen Sammlung gehen auf die Stiftungsbereitschaft der Hildesheimer und Hildesheimerinnen zurück. Doch nicht nur die ansässigen Bürger trugen zum Wachstum der Sammlungen bei: Schon in seinen frühesten Mitteilungen forderte der 1844 gegründete Hildesheimer Museumsverein ehemalige Hildesheimer in aller Welt auf, dem jungen Museum Gegenstände aus fernen Kulturen zu senden.

Zu den Schenkungen aus aller Welt kamen bereits im 19. Jahrhundert die ersten Ankäufe besonderer Einzelstücke und kompletter Konvolute: So konnte die umfangreiche und bedeutende frühe Südsee-Sammlung des Museums nicht zuletzt durch Erwerbungen aus dem Hamburger Museum Godeffroy (1884) erweitert und vervollständigt werden. Ankäufe aus dem Völkerkundemuseum Berlin vergrößerten auch die Bestände der Afrika-Sammlung, bevor sie dann im 20. Jahrhundert durch die Erwerbungen Dr. Walter Konrads (Direktor 1974-1983) eine wichtige Erweiterung erfuhren.

Das präkolumbische Amerika ist im früheren Roemer-Museum durch die auf Prof. Rudolf Hauthal (Direktor 1905-1917) zurückgehende Alt-Peru-Sammlung sowie später hinzugekommene Ankäufe und Stiftungen vertreten. Einzigartiger Federschmuck aus dem Amazonasgebiet, von Ferdinand Roemer (1818-1891) gestiftete Objekte von den Comanche (Texas) und eine bereits 1880 erworbene Sammlung von den Yup’ik (Alaska) sind weitere Höhepunkte der Amerika-Sammlung. Im Vordergrund der Sammlungen aus Asien stehen die chinesischen Objekte aus der Sammlung Ernst Ohlmers (1847-1927); eine besondere Bereicherung der Asien-Sammlung stellt die bis 1990 erworbene Sammlung des Geographen und Schriftstellers Dr. Karl Helbig (1903-1991) aus Indonesien dar.

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