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Ach du dickes Ei!

Aepyornis maximus-Ei, ©RPM
Größenvergleich Mensch - Aepyornis titan, ©RPM
Ei von afrik. Strauß und Kette aus Straußeneischale, ©RPM
Anweisungsgsbeleg zu Aepyornis-Ei, ©RPM

Was haben Elefanten und Vögel gemeinsam?
- Nicht viel, denkt man. Tatsächlich gab es aber bis vor ca. 400 Jahren die Gattung der Elefantenvögel. Diese erhielten ihren Namen, weil die Tiere sehr groß waren und riesige Eier legten.

Ein solches Mega-Ei besitzt das Roemer-und Pelizaeus-Museum in seiner naturkundlichen Sammlung. (Foto 1)

Es stammt von Aepyornis maximus, der größten Art der ausgestorbenen Elefantenvögel. Das Ei hat ein Volumen von 7,67 Litern. Es ist ca. 30 cm breit und 22 cm lang. Seine Schale ist 4 mm dick.Aepyornis maximus lebte auf der Insel Madagaskar vor der Ostküste Afrikas, deshalb wird er auch als Madagaskarstrauß bezeichnet. Er war ein Laufvogel und flugunfähig. Um sich schnell am Boden bewegen zu können, hatte er lange Beine und kurze Zehen. Der Hals der Tiere war lang und darauf saß ein verhältnismäßig kleiner Kopf. Der Vogel konnte die beeindruckende Größe von 3 m erreichen und ca. 400 kg schwer werden. Vom Gewicht her wurde er nur von Aepyornis titan übertroffen, der bis zu 800 Kg wiegen konnte. Es ist nicht bekannt, wovon sich die Vögel ernährten; wahrscheinlich standen u. a. Palmfrüchte auf ihrem Speiseplan. (Bild 2)

Elefantenvögel gehörten zu den größten Vögeln der Erdgeschichte. Sie existierten schon vor über 43.000 Jahren. Leider wurden sie im 17. Jahrhundert von Menschen ausgerottet. Wahrscheinlich waren dafür Seefahrer verantwortlich, die es auf das Fleisch und die nahrhaften Eier des Tieres abgesehen hatten. Aus der festen Kalkschale von Straußeneiern fertigen Menschen zudem schon seit Jahrtausenden Schmuck wie z. B. Perlenketten. (Foto 3)

Die Eier des Aepyornis maximus sind als Fossilien, also als Versteinerungen erhalten. Weltweit hat man bisher nur 32 Stück gefunden. 5 davon befinden sich Deutschland und eines davon im Roemer- und Pelizaeus-Museum. Das Exemplar wurde 1900 für 850 Mark gekauft. Der Anweisungsbeleg für den Ankauf existiert heute noch. (Foto 4)

Julia Kruse, M.A., Museumspädagogin

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