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Kommt mit ins Mittelalter!


Illustrationen: Familie Lautensack, ©Markus LeFrançois

Sechs Uhr morgens: Das Licht der aufgehenden Sonne kriecht durch die Fenster und schon heißt es: "Aufstehen!" Anna, die Magd, schürt das Feuer in der Küche, um den Getreidebrei zu kochen. Langsam werden alle wach und versammeln sich um den Esstisch zum Frühstück.Ihr fragt euch, wie der Tag der Familie Lautensack im mittelalterlichen Hildesheim weiter geht? Die spannende Antwort darauf findet Ihr auf unserer Mittelalter-Etage! Das Leben hatte früher wirklich einen ganz anderen Rhythmus als heute, so ohne Strom, fließendes Wasser und Internet. Um das mal richtig zu erforschen, begleiten wir die Schneidermeisterfamilie vom Aufstehen bis zum Schlafengehen.

Große Wimmelbilder unseres Illustrators Markus LeFrançois machen dieses besondere Zeitalter für Groß und Klein lebendig. Beim Rundgang durch den Ausstellungsraum lassen sich unzählige Alltagsgegenstände, die meisten davon weit über 550 Jahre alt, entdecken. Sie zeigen uns, wie das Leben damals funktioniert hat.Alles war viel unmittelbarer, die Kleidung kaufen die Leute zum Beispiel direkt beim Schneider und nicht in einem Kaufhaus. Zu essen gibt es, was gerade auf dem Markt angeboten wird. Kartoffel, Nudeln, Tomaten? Fehlanzeige! Auf unserer mittelalterlichen Tafel wird klar: Rüben, Äpfel oder Getreide bestimmen den Speiseplan. Fleisch gilt als Herrenspeise und kommt bei einer Handwerkerfamilie nur selten auf den Tisch. Nach der Schule treffen sich die Kinder zum Spielen auf den Straßen und Plätzen.

Körperreinigung erfolgt in einer der öffentlichen Badestuben, wo man sich auch die Haare schneiden oder, wenn nötig, einen Zahn ziehen lässt. Und wenn man doch mal ernstlich krank wird, Pest und Cholera die Stadt heimsuchen? Dann hilft nur ein flehentliches Gebet zum Schutzheiligen in der Kirche oder die tägliche kleine Andacht mit dem Rosenkranz! Denn Aspirin oder Antibiotika sind noch lange nicht erfunden. So richtig sicher ist man eigentlich nur in den eigenen vier Wänden. Spätestens beim Anbruch der Dunkelheit sind alle wieder daheim. Schnell noch zum Abort (das Plumpsklo ohne Wasserspülung!) auf den Hof laufen und dann geht's ab in die Federn.

So Gott will, darauf vertraut man im Mittelalter, beginnt morgen ein neuer Tag.

Stefanie Bölke, Museumspädagogin Stadtmuseum Hildesheim im Knochenhauer-Amtshaus

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