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Montag, 18. März 2019, 18.30 Uhr
Mammon und Amon. Fälschungen ägyptischer Antiken im Spiegel des Kunstmarktes

Es spricht: Dr. Helmut Brandl, Hildesheim

Archäologische Museen möchten ihren Besuchern möglichst signifikante und unbedingt authentische Werke des Altertums als Zeugen für die kulturelle Entwicklung früher Gesellschaften präsentieren. Durch gezielte Ankäufe, für die satzungsgemäß die Mittel von gemeinnützigen Stiftungen und Fördervereinen - oder auch von großzügigen und kunstbegeisterten Bürgerinnen und Bürgern - bereitgestellt werden, kann es gelingen, die Bedeutung eines Museums in der öffentlichen Wahrnehmung beträchtlich zu steigern und mehr Besucher anzuziehen.

Voraussetzung für eine solche Erwerbung ist in jedem Fall eine umfassende Recherche der für einen Erwerb in Frage kommenden Objekte. Diese Arbeit ist die Arbeit des Schreibtischarchäologen, der - zunächst - nur seine prinzipielle Skepsis gegenüber Objekten aus dem Handel, d. h. Objekten ohne archäologischen Hintergrund, seinen "gesunden Menschenverstand" und sein Stilgefühl einbringen kann.

Die denkmalkundlich-kunsthistorische Analyse sollte jedoch in Zweifelsfällen durch - üblicherweise Kosten verursachende - naturwissenschaftliche Untersuchungen ergänzt werden. In den meisten Fällen (leider nicht in allen!) kann heutzutage durch die Kombination beider Untersuchungsmethoden das wahre Alter eines Objektes geklärt werden und ggf. die Arbeitsweise des Fälschers aufgedeckt werden.

Anhand der in der Ausstellung "Irrtümer und Fälschungen in der Archäologie" des Roemer- und Pelizaeus-Museums präsentierten, nur vorgeblich altägyptischen Skulpturen werden Arbeitsweisen von Forschern und Fälschern beispielhaft erklärt und die Mechanismen des aktuellen Kunsthandels beleuchtet.

Eintritt: 3,00 € / Ermäßigt: 1,50 € / Mitglieder der Fördervereine: frei

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