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"Hildesheim im Mittelalter"
Neue Leihgaben von Hildesheimer Bürgerinnen und Bürgern in der Sonderausstellung

Zur Halbzeit der Sonderausstellung "Hildesheim im Mittelalter" sind nicht nur einige der kostbarsten Exponate - zwei mittelalterliche Handschriften - ausgetauscht worden. Jetzt wurde auch die Vitrine mit Leihgaben von Hildesheimer Bürgerinnen und Bürgern umgestaltet. 

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Forschen, Entdecken und Staunen: Museums-Sommer-Spezial
in der Sonderausstellung "Hildesheim im Mittelalter"


© Roemer- und Pelizaeus-Museum, Foto: Sh.Shalchi

Passend zu den Sommerferien hat das Roemer- und Pelizaeus-Museum für alle, die Lust auf einen spannenden und erlebnisreichen Tag haben, ein ganz besonderes Angebot vorbereitet: Vom 5. Juli bis 6. September öffnen wir für Sie jeden Sonntag von 10 bis 17 Uhr das Mittelalterlabor zur aktuellen Sonderausstellung "Hildesheim im Mittelalter - Die Wurzeln der Rose".

Hier gibt es jede Menge Spaß für große und kleine Besucher rund um das Thema Mittelalter: Erkunden Sie einen mittelalterlichen Marktstand oder schlüpfen Sie in originalgetreue Kleidung, versuchen Sie sich in der Schreibstube als Schreiberlehrling und üben Sie mit Tinte und Gänsekiel auf Pergament zu schreiben. Sie können aber auch einen Nachbau der Hildesheimer Ausgrabungsstätte "Dammstraße" und den Aufbau der alten Gerberei nachvollziehen. Forschen, entdecken, spielen, verkleiden, probieren, gestalten - das alles und vieles mehr ist hier möglich.

Der Eintritt für Kinder bis 14 Jahre ist frei!

Zwei mittelalterliche Handschriften ab sofort in der Sonderausstellung "Hildesheim im Mittelalter" zu sehen!

© Universitätsbibliothek Leipzig
© Staatsarchiv Hannover

Zwei außerordentlich kostbare und schöne mittelalterliche Handschriften sind ab sofort in der Sonderausstellung "Hildesheim im Mittelalter - Die Wurzeln der Rose" zu sehen. Am 29.06.2015 kam die wertvolle Fracht per Kunstspedition, begleitet von Experten des Staatarchivs in Hannover und der Universität Leipzig,  im Roemer- und Pelizaeus-Museum an. Bis zum Ende der Ausstellung am 04.10.2015 können die "Vita Bernwardi" und die "Jüngere Hildesheimer Briefsammlung" nun bewundert werden. Sie ersetzen die bisher gezeigten mittelalterlichen Schriften den "Bernward-Psalter" und das "Goldene Hildesheimer Kalendarium" aus der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. "Aus konservatorischen Gründen können solche herausragende historische und künstlerische Werke nur für kurze Zeit in einer Ausstellung präsentiert werden", erläutert Madeleine Alsen, Restauratorin am Roemer- und Pelizaeus-Museum. "Deshalb haben wir jetzt die beiden bisher gezeigten Exponate gegen die genauso bedeutenden Stücke aus Hannover und Leipzig getauscht."

Die "Vita Bernwardi" aus dem Staatsarchiv Hannover wurde Ende des 12. Jahrhunderts in Hildesheim geschrieben. Die Anfangsbuchstaben der Abschnitte, die Initialen, sind reich verziert. Das Gold und die Farben strahlen noch wie am ersten Tag. In diesem Buch wird die Lebensgeschichte Bischof Bernwards von Hildesheim geschildert, der in dieser historischen Zeit heilig gesprochen wurde.

Die sogenannte "Jüngere Hildesheimer Briefsammlung" (Universitätsbibliothek Leipzig) stammt ebenfalls aus dem 12. Jahrhundert. Die hier gesammelten Briefe erlauben erstaunliche Einblicke in die Geschichte des Bistums und in das Leben an der Hildesheimer Domschule. "Die Probleme junger Studenten waren im Mittelalter offenbar ähnlich wie heute: Geld und Unterbringung spielen in den Briefen eine große Rolle. Doch es geht auch um Überfälle auf Studenten und sogar um einen Mordfall", erläutern die Kuratoren Blaich und Knufinke die Aussagekraft der Briefsammlung.

Kindergärten erobern das Roemer- und Pelizaeus-Museum!

Vor 1200 Jahren gab es dort, wo Hildesheim ist, nur einige Bäume, eine Straßenkreuzung und einen Fluss. So sieht jedenfalls der kleine „Stadtplan" aus, den die 20 Kinder im Alter von 4 und 5 Jahren aus dem Kindergarten St. Markus in der Sonderausstellung „Hildesheim im Mittelalter" auf dem Boden aufstellen. Und dort spielen sie dann auch gleich noch die Legende von der Bistumsgründung nach: Standesgemäß ausgestattet mit Krone und Hermelinmantel, geht Joris auf Jagd und findet seine kostbare Reliquie wieder. Aus Dankbarkeit lässt er, gemeinsam mit dem Bischof, dargestellt von Marisa mit Bischofsmütze und Bischofsstab, ein Kapelle bauen. Das erledigt Leo, der kurzerhand zum Handwerker ernannt wird. Danach geht es in der Spiel- und Singführung „Ringel, Ringel Rosen" mit spielerischen Elementen, Gesang und einem Picknick weiter durch die Geschichte Hildesheims im Mittelalter. Dabei sind alle Kinder mit Feuereifer bei der Sache und erobern sich die Sonderausstellung in kürzester Zeit und ohne jede Scheu. 

Um zu der Homepage der Sonderausstellung zu gelangen klicken Sie bitte hier!

Neuerungen bei den Öffnungszeiten und Eintrittspreisen!

Seit dem Beginn der Sonderausstellung “Hildesheim im Mittelalter - Die Wurzeln der Rose" haben Besucher, welche die ganze kulturelle Vielfalt Hildesheims entdecken wollen, die Möglichkeit ein Kombiticket zu erwerben. Dieses kostet 15,00 € pro Person und beinhaltet den Eintritt in das Roemer- und Pelizaeus-Museum, das Stadtmuseum, den Andreaskirchturm und das neue Dommuseum. Das Ticket ist über mehrere Tage nutzbar und ab der ersten Verwendung ein Jahr gültig.

Eine weitere Änderung betrifft die Öffnungszeiten: Ab sofort bis 4. Oktober 2015 können Sie das Museum donnerstags bis 20.00 Uhr besuchen. So haben auch Berufstätige die Möglichkeit, in Ruhe die Sonder- und Dauerausstellungen zu erkunden, ohne auf die Wochenenden angewiesen zu sein.

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