Grafikslider
Navigationspfad
Hauptinhalt

Montag, 30.05.2016, 18.30 Uhr
Was Mumien uns erzählen - Ötzi, Tutanchamun und die moderne Mumienforschung

Prof. Dr. Albert Zink (Institute for Mummies and the Iceman, EURAC European Academy of Bolzano/Bozen)

Als 1991 in den Ötztaler Alpen der natürlich konservierte Leichnam eines Mannes aus der Jungsteinzeit gefunden wurde, gelangte die Wissenschaft in den Besitz einer einzigartigen Quelle unschätzbar wertvoller Informationen über das Leben im Neolithikum. Die später als Ötzi bekannt gewordene Mumie veränderte und erweiterte den Wissenschaftsstand über diese frühe Epoche der Menschheitsgeschichte in Europa in ungeahnter Weise. Die Eismumie ist ein hervorragendes Beispiel für den hohen Wert der Mumien als historische Quellen, den die Wissenschaft lange verkannt hatte. Heute wird die Eismumie in einem Forschungsinstitut in Bozen wissenschaftlich untersucht. Der Direktor des Institute for Mummies and the Iceman, der international renommierte Mumienexperte Albert Zink, wird in seinem Vortrag über den derzeitigen Kenntnisstand zu der Ötztaler Mumie berichten, aber auch den Bogen zu ägyptischen Mumien und zu erhaltenen Körpern aus anderen Kulturen schlagen und so zeigen, wie die Körper Verstorbener noch heute von ihrem einstigen Leben berichten. Albert Zink, der von Haus aus Anthropologe ist, war auch einer der ganz wenigen, die die Mumie des Pharaos Tutanchamun untersuchen konnten. Er ist zweifellos einer der bedeutendsten Mumienforscher weltweit und wird so einen Überblick über den aktuellsten Stand der Mumienforschung geben.

Im Rahmen der Vortragsreihe der Fördervereine des RPM

Eintritt: 3,00 € / Ermäßigt: 1,50 € / Mitglieder der Fördervereine: frei

Mittwoch, 01.06.2016, 19.30 Uhr
Osiris und Re - Leben, Tod und Erneuerung im pharaonischen Ägypten

Prof. Dr. Regine Schulz, RPM

Im Rahmen der Vortragsreihe "?Tod! im kulturellen Vergleich" der Hildesheimer KulturSpitzen zur Sonderausstellung "Mumien der Welt" im RPM.

Dies- und Jenseits, Himmel, Erde und Unterwelt galten im pharaonischen Ägypten als Einheit und die Weiterexistenz im Totenreich, im Unterschied zu vielen anderen antiken Kulturen, als erstrebenswert. Wer sich während des diesseitigen Lebens an die vorgegebenen ethischen Normen hielt, konnte das Totengericht überstehen und als „gerechtfertigter Verstorbener“  weiterexistieren. Wer diesen Status aber nicht erhielt, wurden aus dem Erneuerungszyklus der Schöpfung ausgeschlossen und war erst dann endgültig tot. Der Vortrag beschäftigt sich aber nicht nur mit abstrakten Vorstellungen, sondern auch mit bildlichen und schriftlichen Zeugnissen von Todesfurcht und -überwindung, Trauer und Zweifel sowie der Hoffnung auf ein gutes oder sogar besseres Leben nach dem Tode.

Regine Schulz ist Direktorin der Roemer- und Pelizaeus-Museums und des Stadtmuseums Hildesheim sowie Professorin für Ägyptologie und Koptologie an der Universität München. Sie ist außerdem Mitglied in der Geschäftsführung des Internationalen Museumsrates und korrespondierendes Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts. Ihre Forschungsschwerpunkte sind altägyptische, nubische und vorderasiatische Kulturgeschichte, Kunst und Religion. Darüber hinaus ist sie Ko-Projektleiterin der Ausgrabungen in der Ramsesstadt (Ägypten) sowie des Hermopolis Magna/Tuna el-Gebel-Projektes des RPM mit den Universitäten in München und Kairo. Regine Schulz studierte und unterrichtete an den Universitäten in Berlin, München, Kairo und Baltimore. Sie ist Autorin und Herausgeberin zahlreicher Fachpublikationen und Ausstellungskataloge.

"KulturSpitzen" ist eine Kooperation von Bistumsarchiv Hildesheim, Dombibliothek und Dommuseum Hildesheim, HAWK, Hornemann Institut, Stadtarchiv Hildesheim, RPM und Stadtmuseum.

Eintritt: 4,00 € / Ermäßigt: 2,00 € / Mitglieder der Fördervereine der Veranstalter: frei

Montag, 06.06.2016, 18.30 Uhr
Mumien – Archive des Lebens und ihre Erforschung

Dr. Wilfried Rosendahl, Mannheim

Eintritt: 3,00 € / Ermäßigt: 1,50 € / Mitglieder der Fördervereine: frei

Freitag, 10.06.2016, 18.00 Uhr
Hermann Roemer als Geologe

Dr. Jürgen Vespermann, RPM

Eintritt: 3,00 € / Ermäßigt: 1,50 € / Mitglieder der Fördervereine: frei

Montag, 13.06.2016, 18.30 Uhr
Ein Buch für die Ewigkeit. Das Totenbuch der Alten Ägypter

Dr. Annik Wüthrich, Münster

Eintritt: 3,00 € / Ermäßigt: 1,50 € / Mitglieder der Fördervereine: frei

Mittwoch, 22.06.2016, 19.00 Uhr
Opferpraxis in Mesoamerika. Zwischen Selbst- und Menschenopfer

Dr. Andrea Nicklisch, RPM

Im Rahmen der Vortragsreihe "?Tod! im kulturellen Vergleich" der Hildesheimer KulturSpitzen.

Das Opfern von Menschen war einst ein weltweites Phänomen. Sehr sichtbar rückte es jedoch mit der Eroberung der Amerikas in den Blickpunkt Europas und ist bis heute fast untrennbar mit vorspanischen Kulturen wie denjenigen der Azteken und Maya verknüpft. Spanische Chronisten berichteten von über 80.000 geopferten Menschen bei der Neueinweihung des Haupttempels in Mexiko-Tenochtitlan. In der Wissenschaft gab es hingegen zeitweilig Strömungen, die versuchten, die Opferung von Menschen in Mittelamerika vollkommen zu negieren.

Menschenopfer sind seit der olmekischen Zeit (ab 1500 v. Chr.) in Mesoamerika überliefert, zumeist in bildlichen Darstellungen auf Stein, Wandmalereien oder in den vorspanischen Bilderhandschriften. Aber auch Tiere, Blumen oder das eigene Blut brachte man den Göttern als Opfergabe dar.

Wo lagen die Wurzeln dieser für die Spanier so verabscheuungswürdigen Praxis? Waren die Azteken „blutrünstiger“ als andere mesoamerikanische Ethnien?

Andrea Nicklisch:
Im Anschluss an das Studium der Fächer Altamerikanische Sprachen und Kulturen, Ethnologie sowie Vor- und Frühgeschichte an der Universität Hamburg folgte ein Volontariat am Ethnologischen Museum Berlin im Fachreferat Amerikanische Archäologie Mesoamerika. Zwischen 2005 und 2009 Tätigkeit als Projektkoordinatorin und Ko-Kuratorin für nationale und international Ausstellungen des Ethnologischen Museums Berlin. Von 2009 bis 2013 Promotion im DFG-geförderten Emmy-Noether-Projekt „Text, Bild, Performanz“ am Historischen Seminar der Universität Hamburg, Arbeitsbereich Außereuropäische Geschichte, zu multiplen Lesarten von Bildern auf kirchlichen Silberarbeiten aus dem bolivianischen Altiplano.

Seit Juli 2015 Kuratorin der ethnografischen Sammlung des Roemer- und Pelizaeus-Museums Hildesheim.

Eintritt: 4,00 € / Ermäßigt: 2,00 € / Mitglieder der Fördervereine der Veranstalter: frei

Mittwoch, 27.07.2016, 19.00 Uhr
Vom Tod zum Leben. Hildesheimer Heilige und ihre Reliquien

Prof. Dr. Michael Brandt, ehem. Dommuseum Hildesheim

Im Rahmen der Vortragsreihe "?Tod! im kulturellen Vergleich" der Hildesheimer KulturSpitzen.

Dass die Namen unserer Kirchen nicht nur auf die heiligen Patrone verweisen, sondern dass damit auch ein Hinweis auf deren materielle Präsenz an diesen Orten gegeben ist, macht man sich heute kaum noch bewusst. Dabei berichtet schon die Gründungsüberlieferung des Mariendomes von einem dort verwahrten Reliquiengefäß, das unter anderem Haare der Gottesmutter enthalten soll. Der Vortrag geht der Frage nach, wie es im Christentum zu der uns heute fremd gewordenen Verehrung menschlicher Überreste kommen konnte und veranschaulicht diese Form der Heiligenverehrung exemplarisch an Hildesheimer Beispielen.

Prof. Dr. Michael Brandt: Studium der Germanistik, kath. Theologie., Philosophie, Erziehungswissenschaften und Kunstgeschichte in Münster, Trier und Braunschweig, 
Staatsexamen, Promotion in Kunstgeschichte, Honorar-Professor. der Universität Hildesheim, ehem. Direktor des Dommuseum Hildesheim, Stiftungsrat der Abegg-Stiftung CH Zahlreiche Ausstellungen und Publikationen zum kulturhistorischen Kontext der mittelalterlichen Kunstschätze Hildesheims, u.a.:

  • Bernward von Hildesheim und das Zeitalter der Ottonen, Ausst.-Kat., 2 Bde., Hildesheim / Mainz 1993
  • Der vergrabene Engel. Die Chorschranken der Hildesheimer Michaeliskirche, Ausst.-Kat., Hildesheim 1995 - Abglanz des Himmels
  • Romanik in Hildesheim, Ausst.-Kat., Regensburg 2001
  • Zur Stuckdekoration der Hildesheimer Michaeliskirche - vor 1186. In: Hoch- und spätmittelalterlicher Stuck, Regensburg 2002, S. 99 - 105
  • Bernward und Byzanz. In: Buchkunst im Mittelalter und Kunst der Gegenwart, Nordhausen 2008, S. 43 - 54
  • Bernwards Säule, Regensburg 2009

Eintritt: 4,00 € / Ermäßigt: 2,00 € / Mitglieder der Fördervereine der Veranstalter: frei

Freitag, 12.08.2016, 18.00 Uhr
Die Stadt Hildesheim und die Begründer des Museumsvereins von 1844

Dr. Stefan Bölke, RPM

Eintritt: 3,00 € / Ermäßigt: 1,50 € / Mitglieder der Fördervereine: frei

Mittwoch, 17.08.2016, 19.00 Uhr
Ein Schlüssel zur Vergangenheit: Kirchenbücher als sozial- und alltagsgeschichtliche Quelle

Dr. Thomas Scharf-Wrede, Bistumsarchiv Hildesheim

Im Rahmen der Vortragsreihe "?Tod! im kulturellen Vergleich" der Hildesheimer KulturSpitzen.

Eintritt: 4,00 € / Ermäßigt: 2,00 € / Mitglieder der Fördervereine der Veranstalter: frei

Freitag, 09.09.2016, 18.00 Uhr
Schätze Chinas: Begehrt, gehandelt und nachgeahmt

Dr. Andrea Nicklisch, RPM

Eintritt: 3,00 € / Ermäßigt: 1,50 € / Mitglieder der Fördervereine: frei

Unternavigation
Nebeninhalt

Besuchen Sie uns auf:

 

 

jeden Samstag, 15.30 Uhr
jeden Sonntag, 11.00 und 15.30 Uhr

jeden Sonntag, 14.30 Uhr

jeden 1. Sonntag im Monat, 15.30 Uhr

 
Werbung